Teures Facelifting für Parlaments-Website:
Neue Homepage kostet fast halbe Mio. Euro
- Portal parlament.gv.at ab Herbst in neuem Glanz
- Übersichtlicheres Design und mehr Personalisierung

Das österreichische Parlament verleiht sich ein neues Gesicht im Internet. Das Web-Portal www.parlament.gv.at ist rundum erneuert worden und soll Ende September online gehen, kündigte Nationalratspräsidentin Barbara Prammer an. Mehr Benutzerfreundlichkeit, einfache Strukturen und eine erleichterte Suche versprechen die Gestalter der neuen Homepage.
"Es gibt, glaube ich, keine österreichische Homepage, die eine derartige Fülle an Informationen hat wie wir", so Prammer. Diese Fülle war es auch, welche die aktuelle Website - sie wurde 1996 ins Leben gerufen und bereits überarbeitet - mit der Zeit unübersichtlich und veraltet erscheinen ließ. Dies soll sich, geht es nach der Nationalratspräsidentin, bald ändern. "Mit sehr einfachen Eingaben werden hoffentlich die Bürger bald finden, was sie suchen." Jährlich 1,5 Millionen Besucher und insgesamt 85 Millionen Hits hat die Seite laut Parlamentsdirektor Georg Posch bisher verzeichnet.
Übersichtliches Design
Ein "zukunftsorientiertes Parlamentsportal" versprach auch Ines Kerle, Leiterin der Abteilung Digitale Medien in der Parlamentsdirektion. Neu sei etwa, dass der Status einer Gesetzesinitiative mittels Balken dargestellt wird. Auch ein klares, übersichtliches Design solle künftig den Aufenthalt auf der Seite einladender machen. Die Startseite könne zusätzlich nach einem Login personalisiert werden.
411.613 Euro vorläufige Kosten
Die Kosten für die Homepage inklusive zusätzlicher Hardware- und Lizenzkosten betrugen laut einer Anfragebeantwortung Prammers aus dem März 411.613 Euro. Beauftragt wurde die Firma Fonda Interaktive Medien und Kommunikation GmbH. Weitere Kosten erwartet man sich für einen Security-Check (20.000 Euro) und die weitere technische Umsetzungsbegleitung (22.000 Euro). Zusätzliche Web 2.0-Anwendungen - wie z.B. soziale Netzwerke - sind vorerst nicht vorgesehen, so Prammer. Der personelle und finanzielle Mehraufwand würde dies im Moment nicht rechtfertigen.
Einen Vorgeschmack auf die neue Parlaments-Website gibt es hier.
(apa/red)
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