iPhone 4 ab sofort offiziell in Österreich:
Warteschlange beim Mitternachtsverkauf
- Ansturm bei den beiden Anbietern T-Mobile & Orange
- Apple erzielt dank Smartphone neue Rekordgewinne
·Stiftung Warentest zerlegt das iPhone 4
Vernichtend: Empfang sackt um 90 Prozent ab!
·Antennagate: Apple schwärzt Rivalen an
Nokia, RIM und HTC empört über "Krisen-PR"
·Apple ruft sein
iPhone 4 nicht zurück
Gratis-Schutzhülle soll Antennen-Probleme lösen
·iPhone 4: Probleme waren Apple bekannt
PLUS: So viel kostet das Smartphone in Österreich
·iPhone 4: Experten raten Apple zu Rückruf
PLUS: Konzern bringt Kritiker zum Schweigen
·iPhone 4: Noch ein Wurm im Apferl drin?
Nach Empfangsproblemen
soll auch Sensor spinnen
·iPhone 4 startet mit Empfangsproblemen
Antennenberührung stört die Mobilfunkverbindung
·Gewaltiger Ansturm auf das neue iPhone
1,7 Millionen verkaufte Geräte in nur drei Tagen
Wer ein echter "Fanboy" ist, lässt sich auch nicht von Starkregen vertreiben: Über 200 Apple-Jünger haben sich in der Nacht von Donnerstag auf Freitag vor dem T-Mobile-Shop in der Wiener Kärntner Straße , um zu den ersten zu gehören, die das neue iPhone 4 in den Händen halten können - abgesehen von denen, die sich das Handtelefon ohnehin schon im Ausland besorgt haben.
Die ersten Interessenten an dem "Kulthandy" hatten sich bereits Donnerstagmittag vor dem Laden eingefunden. "Alle, die ein iPhone 4 wollten, haben eines bekommen, aber nun sind wir in der Kärntner Straße ausverkauft", hieß es von T-Mobile. Aber nicht nur beim Mitternachtsverkauf in der Wiener Innenstadt staute es sich, auch bei allen anderen Shops fanden sich Freitagfrüh mehr Interessierte ein, als in die Läden passten. Die Interessenten bisher waren überwiegend männlich und in allen Altersklassen vertreten. Selbst zu "Kinderarbeit" soll es gekommen sein - Schlangestehen für den Papa. Wer das Glück hatte, ein iPhone 4 zu ergattern, ist nun um mindestens 199 Euro ärmer.
Auch beim zweiten Exklusivanbieter, Orange, zeigte man sich vom Kundenansturm begeistert. Bereits um vier Uhr in der Früh hatte sich der erste Begeisterte vor dem Shop in der Orange-Zentrale in der Wiener Brünnerstraße eingefunden. Kurz vor 11.00 Uhr hieß es, dass noch ein paar Geräte vorhanden sind, aber "die werden wohl bald weg sein".
Laut Apple bietet das iPhone 4 gegenüber den Vorgängermodellen eine verbesserte Bildschirmauflösung, längere Batterielaufzeiten, einen schnelleren Prozessor und eine leistungsstärkere Kamera. Probleme mit dem Empfang wurden durch eine Schutzhülle gelöst. Noch offen ist das Lieferproblem. Wer jetzt nicht zum Zug gekommen ist, muss zumindest zwei Wochen, eher länger, warten, hieß es von den Netzbetreibern.
Bessere Hardware für schlechteren Empfang
Gegenüber den Vorgängermodellen bietet das iPhone 4 eine verbesserte Bildschirmauflösung, längere Batterielaufzeiten, einen schnelleren Prozessor und eine leistungsstärkere Kamera. Dem steht ein Designfehler des Smartphones gegenüber, der massive Empfangsprobleme bereiten kann. Da sich das Antennenband außen am Gehäuse befindet, kann die Mobilfunkverbindung massiv gestört oder sogar unterbrochen werden, wenn der Nutzer es "ungünstig" in der Hand hält. Laut Stiftung Warentest passiert dies "schon wenn ein Finger den Antennenschlitz an der linken unteren Ecke berührt." Mit dem Resultat, dass die Empfangsleistung um bis zu gemessene 90 Prozent einsackt. Besitzern des iPhone 4 wird empfohlen, den Schlitz mit Isolierband abzukleben oder von der Gratis-Schutzhülle Gebrauch zu machen.
Freude bei Apple, Selbstmorde bei Foxconn
Der Gewinn des US-Unternehmens stieg im dritten Geschäftsquartal auf knapp 3,3 Mrd. Dollar (2,5 Mrd. Euro) an. Vor einem Jahr waren es "erst" 1,8 Mrd. Dollar gewesen. Der Umsatz schnellte um 61 Prozent auf 15,7 Mrd. Dollar hoch. Mit ein Grund für die guten Zahlen: Mit dem iPhone 4 hatte Apple den erfolgreichsten Produktstart der Firmengeschichte hingelegt.
Doch nicht alle hatten soviel zu lachen. Beim Handyhersteller Foxconn, der auch das iPhone produziert, kam es in den vergangenen Monaten zu einer Selbstmordwelle. Zuletzt ist ein Arbeiter aus ungeklärter Ursache aus dem sechsten Stock eines Wohngebäudes zu Tode gestürzt. Foxconn-Mitarbeiter hatten von 24-Stunden-Schichten ohne Pause berichtet. (apa/red)
