Jeder vierte Österreicher ein "Erfinder":
40 Prozent haben es wenigstens versucht
- Doppelt so viele Männer wie Frauen mit Erfinderlust
- Umfrage: 1.000 Personen wurden dafür interviewt

Knapp ein Viertel der Österreicher hatte schon einmal einen Einfall für eine aus seiner Sicht sinnvolle Erfindung oder Verbesserung. 40 Prozent von ihnen unternahmen den Versuch, ihre Idee auch umzusetzen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes IMAS.
Für die Umfrage sind im Mai 1.000 statistisch repräsentativ für die Bevölkerung ausgewählte Personen ab 16 Jahren persönlich interviewt worden. 23 Prozent, das entspricht rund 1,5 Millionen Personen, gaben dabei an, schon einmal Einfälle für Erfindungen oder technische Verbesserungen gehabt zu haben. Doppelt so viele Männer (32 Prozent) wie Frauen (15 Prozent) packte schon die Erfinderlust. Überdurchschnittlich vertreten sind in dieser Gruppe Maturanten und Akademiker (33 Prozent).
Auch bei denen, die versuchten, ihren kreativen Einfall zu realisieren, handelt es sich hauptsächlich um Männer (54 Prozent) sowie Angehörige der höher gebildeten Schicht (44 Prozent). Kontaktiert wurden zumeist einschlägige Firmen, deren Angebotspalette eine Nähe zur Produktidee aufwies. Weitaus seltener wurde dies über das Patentamt oder die Wirtschaftskammer versucht. Am seltensten wandten sich die "Daniel Düsentriebs" an eine Universität, eine Behörde oder ein Medium.
36 Prozent derer, die keine Anstalten trafen, ihre Idee zu verwirklichen, begründeten dies damit, dass ihnen der Versuch von vornherein als zu aussichtslos erschien. 28 Prozent dieser Gruppe wussten nicht, an wen sie sich wenden hätten können. Es sei somit offenkundig, dass in Österreich ein Großteil der produzierten Einfälle unentdeckt bleibe und versickere, weil sie nicht adressiert, nicht geprüft und nicht diskutiert würden, resümieren die Meinungsforscher.
(apa/red)
