BP plant bereits den ersten Notverkauf:
Tankstellenkette Aral ist günstig abzugeben
- 2.500 Tankstellen sind für zwei Milliarden zu haben
- Franzosen und Russen bekunden schon Interesse

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Der angeschlagene Ölkonzern BP will einem Magazinbericht zufolge nun auch seine deutsche Tankstellenkette Aral verkaufen, um Geld für die Kosten der Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko zusammenzubekommen. Dabei werde der Wert der Kette mit rund 2.500 Stationen auf einen Wert von gut zwei Milliarden Euro beziffert, berichtete die "Wirtschaftswoche".
Das Magazin berief sich dabei auf Investmentbanker, die mit der BP-Verkaufsstrategie vertraut seien. Als Interessenten gelten demnach der französische Ölkonzern Total , der russische Konkurrent Rosneft sowie der Tankstellenverbund Avia. Rosneft sei auch an den beiden BP-Raffinerien in Nordrhein-Westfalen interessiert.
BP wies die Berichte um den Aral-Verkauf zurück. Die zusätzlichen Mittel, die das Unternehmen wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko braucht, sollten hauptsächlich aus Verkäufen in der Produktionssparte kommen, sagte ein Sprecher in London. Der Service-Bereich stehe derzeit nicht zur Debatte. BP kommentiere solche Spekulationen grundsätzlich nicht weiter.
Aral gehört seit 2004 zu BP. Der britische Konzern hat einen Milliarden-Fonds zur Begleichung der Schäden aus dem Bohrunfall vor der Südküste der USA zugesagt und damit begonnen, zur Finanzierung der Kosten Unternehmensteile abzustoßen.
(apa/red)
