Donnerstag, 29. Juli 2010

Vorratsdaten-Richtlinie fehlt: Österreich blühen nun Strafzahlungen in Millionenhöhe

  • Europäischer Gerichtshof hat erstes Urteil gefällt
  • Bures weist Schuld von sich: "Meinen Teil geleistet"

Österreich ist wegen fehlender Umsetzung der EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung vom Europäischen Gerichtshof verurteilt worden. Die EU-Richter stellten in ihrem Urteil fest, dass die Republik damit gegen EU-Recht verstoßen habe. Setzt Österreich die Richtlinie nicht um, könnte die Republik in einem neuerlichen Verfahren vor dem Gericht zu Strafzahlungen in Millionenhöhe verurteilt werden.

Seit März 2006 schreibt die EU-Richtlinie die systematische Speicherung von Telefon- und Internetdaten vor. Anbieter von Telekommunikationsdiensten müssen demnach EU-weit Verbindungsdaten zwischen 6 und 24 Monate lang auf Vorrat speichern. In der Runde der EU-Justizminister hatten nur Irland und die Slowakei dagegen gestimmt. Die Datensammlung soll bei der Fahndung nach Terroristen und anderen Verbrechern helfen. Im Februar 2009 billigte der Europäische Gerichtshof (EuGH) die Regelung und wies eine Klage Irlands ab. Österreich hätte wie die anderen EU-Staaten die Vorratsdatenspeicherung bis 15. März 2009 umsetzen sollen, was am fehlenden Konsens in der Regierung scheiterte.

Bures beschwichtigt
Die zuständige Infrastrukturministerin Bures erklärte umgehend in einer schriftlichen Stellungnahme an die APA, sie habe zwar "vollstes Verständnis dafür, dass sich viele die Nicht-Umsetzung der Richtlinie wünschen". Österreich müsse aber vorbereitet sein, um drohende Strafzahlungen in Millionenhöhe zu vermeiden. Deshalb habe sie ihren Teil der Umsetzung abgeschlossen, erklärte Bures. Die Novelle zum Telekommunikationsgesetz sei unter breiter Einbindung von Experten und Zivilgesellschaft erarbeitet worden, um Schutz der Grundrechte, Datenschutz und Transparenz in größtmöglichem Ausmaß zu gewährleisten, so die Ministerin. (apa/red)

29.7.2010 22:37
stabilis, 02. 08. '10 10:16
Das wird teuer!
In Zukunft weiß nicht nur Apple (nutze das Iphone 4) wo ich bin sondern auch die "demokratische" Republik Österreich.

Der einzige Punkt dagegen ist

a. Verzicht auf Benutzung eines angemeldeten Smartphones - her mit den Prepaids!

b. Verzicht auf jede Art von Telekommunikation - geht nicht mehr

c. So viel Datenmüll produzieren das denen die Server übergehen!

Keine Ahnung was ich machen werde, aber es ist schon bedenklich warum mein Land mitprotokolliert WO ich mich bewege - sei es virtuell oder real!

BIG BROTHER IS WATCHING YOU!
MyHomebound, 01. 08. '10 10:15
EU = Erpresser Union
Dank an all die POLITIKER, welche uns damals mit falschen Hoffnungen/Versprechungen und Zusagen in diese GELD-, BAUERN- und MITTELSTAND VERNICHTENDE, das VOLK in die Armut treibende, KORRUPTE, Demokratie-VERACHTENDE und zu NICHTS nutze DIKTATUR hineingetrieben haben. Wo gibt es das, daß man diesem Molochen FREIWILLIG den doppelten Beitrag zahlt.
Das kann nichteinmal unsere Wirtschaft verkraften, welche durch die Auflagen der EU die Preiserhöhungen an UNS den ENDVERBRAUCHER weitergeben müssen.
RAUS AUS DIESEM VEREIN, bevor uns unsere VOLKSVERRÄTER noch ums das letzte Hemd bringen.
Sensor, 30. 07. '10 19:55
Ist Bures unfähig?
Kennt sich jemand mit der Aussage von Bures aus?
War ihr Umstzungsteil zu wenig, um nicht verurteilt zu werden?
Politiker ohne klare Sprache sind ein Greuel!!
Michl1200, 30. 07. '10 11:40
Wir zahlen eh schon zu viel
Wir zahloen der EU eh schon zu viel und dann verlangen sie noch eine Strafzahlung,sind wir ein eigener Staat oder nicht,wenn nein,dann weg mit der Regierung,sie kostet uns schon genug,wenn ja,dann raus aus der EU.Ich glaube dann geht es uns wieder gut.So wie die Schweiz,mehrmals totgesagt und dabei geht es ihr besser als uns.