Freitag, 30. Juli 2010

Flugzeugentführung in Moskau vereitelt:
Mann brachte Jet kurzzeitig in seine Gewalt

  • Hijacker von kostümierten Beamten überwältigt
  • Verlangte Treffen mit Medien und Behördenvertretern

Russische Sondereinsatzkräfte haben am Donnerstag auf dem Moskauer Flughafen Domodedowo eine Geiselnahme unblutig beendet. Ein Mann hatte laut Polizei nach der Landung eine Passagiermaschine mit mehr als 100 Insassen in seine Gewalt gebracht. Zuvor war berichtet worden, der Mann hatte die Maschine während eines Inlandsflugs auf dem Weg nach Moskau in seine Gewalt gebracht.

Er habe ein Treffen mit Journalisten und Behördenvertretern gefordert, sagte Polizeisprecherin Tatjana Trunowa im russischen Fernsehen. Der Hijacker wurde nach zwei Stunden von Sicherheitskräften überwältigt und festgenommen.

Die Maschine kam nach Angaben einer Flughafensprecherin aus der nordkaukasischen Stadt Mineralnije Wodi (Mineralwasser), an Bord waren neben der Besatzung 105 Passagiere. Der Mann habe das Flugzeug nach der Landung auf der Rollbahn gekapert, sagte Jelena Galanowa. Als er zustimmte, Rettungskräfte für mehrere Insassen an Bord zu lassen, wurde er von als Sanitäter verkleideten Polizisten festgenommen. "Alle Passagiere an Bord wurden befreit und es gab keine Berichte über Verletzte", sagte Galanowa laut der russischen Nachrichtenagentur ITAR-Tass.

ITAR-Tass berichtete, bei dem Hijacker (Jahrgang 1970) handle es sich um einen Mann mit Wohnsitz in Mineralnije Wodi im Nordkaukasus. (apa/red)

30.7.2010 09:27