"Duisburg auf Donauinsel nicht möglich":
Österreichs Event-Veranstalter beruhigen
- Donauinselfest-Organisator: Zugänge sind absperrbar
- Frequency-Veranstalter: "Gelände war ungeeignet"

·Zahl der Toten nach
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·Love Parade: Skandal
um Sicherheitskonzept
Behörden gaben fatales OK erst in letzter Minute
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·Duisburg "nicht auf Donauinsel möglich"
Österreichische Event-
Veranstalter beruhigen
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Es begann als Party und endete in einer Tragödie
·Polizei: Treppen-
stürze als Auslöser
Duisburg: Forscher ver- teidigt Sicherheitskonzept
·Zeuge: "So stelle
ich mir Krieg vor"
Zitate zur Massenpanik bei der Loveparade
Das Loveparade-Drama ist leider kein Einzelfall. Immer wieder ist es in der Vergangenheit bei Massenveranstaltungen zu tödlichen Tragödien gekommen. Österreichs Veranstalter beruhigen: "Was in Duisburg passiert ist, wäre auf der Donauinsel in dieser Form nicht möglich", sagte Donauinselfest-Organisator Sascha Kostelecky. Für Nova Rock-Veranstalter Ewald Tatar steht fest: "Es ist wichtig, das die Leute genug Platz haben, dass es für sie nicht eng wird." Das ist eine Grundmaxime bei der sicherheitstechnischen Planung von Großveranstaltungen. "Beim Nova Rock haben wir das Glück, dass das Gelände extrem groß und weitläufig ist", sagte er. Auch Frequency-Veranstalter Harry Jenner versicherte: "Wir sind top vorbereitet."
"Wenn das stimmt, dass der Tunnel der einzige Zugang dort war, dann ist das schon brenzlig", so Kostelecky. Zum Donauinselfest könne man über fünf Brücken gelangen, und diese Zugänge seien großräumig - lange bevor die Festbesucher auf die Insel gelangen - absperrbar.
Computeranalysen als Sicherheitsgarantie
Das Sicherheitskonzept für das Donauinselfest sei mit Hilfe von Computeranalysen entwickelt worden. Im Ernstfall können auch die U-Bahnen durchgeführt werden, bleiben also nicht in den Donauinsel-Stationen stehen. Die Insel selbst kann im Ernstfall - etwa bei einer Wetterwarnung - in 40 Minuten geräumt werden. "Wir haben eine sehr gute Zusammenarbeit mit den Wetterdiensten, bekommen rund eineinhalb Stunden vorher die Warnungen und können daher vorausplanen", erläuterte Kostelecky.
Faktor Mensch nicht berechenbar
"Eines ist klar: Du kannst nicht den Faktor Mensch einberechnen. Du kannst planen, was du willst. Aber wenn einer sich nicht so verhält wie vorhergesehen, kannst du nichts machen", sagte Kostelecky. Den Opfern und deren Angehörigen sprach der Donauinselfest-Organisator sein Beileid aus.
Frequency-Veranstalter: "Gelände war ungeeignet"
Auch Frequency-Veranstalter Harry Jenner versicherte gegenüber NEWS.at: "Nach 10 Jahren Festivalerfahrung sind wir top vorbereitet". Die lokalen Gegebenheiten beim Frequency Festival sind ganz andere als jene bei der Loveparade, erklärte er. "Das kann man nicht vergleichen", so Jenner. Umfangreiche Sicherheitskonzepte und 500 Securitys vor Ort sorgen beim Rockevent in St. Pölten für einen reibungslosen Ablauf. Das wichtigste bei einer Massenveranstaltung ist immer "Safety first" und wenn man danach plant, sollte eigentlich nichts passieren, zeigte sich der Veranstalter überzeugt.
"Es gibt natürlich auch Gelände, die sind ungeeignet. Und aus der Weite betrachtet, war das Gelände in Deutschland ungeeignet, speziell für eine halbe Million bis eine Million Leute", sagte Jenner.
"Wir lernen von Jahr zu Jahr dazu", schilderte Nova Rock-Veranstalter Tatar die Situation. Das Nova Rock ist vom Gelände her begünstigt. "Es ist extrem groß, extrem weitläufig. Wir haben keine Nadelöhre oder Flaschenhälse", sagte Tatar. Darauf werde bei der Auswahl des Geländes auch geachtet. "Aber es ist sicher schwieriger, wenn du Brücken oder Ähnliches am Gelände hast."
"Nicht beim Security-Personal sparen"
Trotz der Größe des Areals kommt es natürlich zu einer großen Ansammlung vor den Bühnen. Damit das Gedränge in diesem Bereich nicht zu groß wird und damit nicht 50.000 Rockfans kollektiv ins Schwingen kommen, werden in solchen Fällen sogenannte Wavebreaker, ein eigens abgesperrter und nur für eine bestimmte Zahl von Personen angelegter Bereich, installiert. In Nickelsdorf sind es drei. Eine weitere Sicherheits-Grundregel: "Das trifft den Veranstalter zwar finanziell schwer, aber du darfst beim Security-Personal nicht sparen", betonte Tatar.
(apa/red)
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