Donnerstag, 29. Juli 2010

Heimische Waffen im Afghanistan-Krieg:
Hinweise in veröffentlichten Geheimakten

  • Granatwerfer, Granaten und Handgranaten im Einsatz
  • Heimische Waffen wurden von Rebellen verwendet

Die kürzlich auf der Enthüllungswebsite WikiLeaks veröffentlichten tausende Seiten umfassenden US-Geheimdokumente zum Afghanistan-Einsatz enthalten auch Daten zu Österreich. Den Berichten zufolge wurden auf Patrouillen der ausländischen Streitkräfte in Afghanistan mehrere Granatwerfer, Granaten und Handgranaten österreichischer Herkunft entdeckt, die offenbar von afghanischen Rebellen verwendet wurden.

So seien laut beispielsweise in einem Waffenversteck Mörsergranaten des Kalibers 82 mm entdeckt worden, die im Jahr 2006 in Österreich erzeugt worden sein sollen. Die ersten in WikiLeaks veröffentlichten Meldungen zu österreichischen Waffen stammten vom April 2005, die letzten vom März 2009, schreibt der Online-"Standard". In den Protokollen fänden sich auch Einträge, aus denen hervorgehe, dass die gefundenen Waffen und Munitionsteile zerstört worden seien.

Wie die afghanischen Rebellen an österreichische Granaten, Granatwerfer und Handgranaten kamen, ist nicht klar. Aus dem Innenministerium sei zu erfahren gewesen, dass keine Kriegsmaterialien nach Afghanistan exportiert wurden. Exporte von Kriegsmaterialien nach Afghanistan würden laut Innenministerium auch keine Genehmigung erhalten. Georg Mader, Österreich-Korrespondent der Militärzeitschrift "Jane's Defence Weekly", glaubt nicht, dass "Österreicher Embargen oder Regularien böswillig gebrochen haben". Jeder wisse, "wie diese Länder sind und dass diese Dinge nicht bleiben, wo sie sind." Für Mader ist eine mögliche Lieferung nach Pakistan denkbar. Über den "pakistanischen Unterstützungsweg" könnten die Geräte dann an die Taliban oder dortige Stämme geliefert worden sein.

(apa/red)

29.7.2010 13:02
brabus, 29. 07. '10 17:10
Kriegsgerät
Leider ist die Rüstungsindustrie ein Bereich, der vielen Arbeitnehmern einen Job bietet. Aber hier herrscht sichtlich genug Nachfrage (oder wird halt da und dort ein Krieg provoziert und diese Nachfrage zu generieren). Es muss nur jedem der dort arbeitet bewusst sein, dass aufgrund seiner Tätigkeit irgendwann eine Waffe dazu dient, andere Menschen zu töten.
Polit, 29. 07. '10 13:40
Na und ?!?!
Und weiter ?!!?!?!?!? einer muss die Typen beliefern und in diesem Fall ist es Österreich, besser wir als andere, dadurch werden die Arbeitsplätze für Steyr gesichert !!!!

Die Medien sollen sich nicht immer so wundern dass Österreich halt auch Lieferant ist. Östereichische Waffen sind sehr gut, nur leider hat das Bundesheer kein Geld für diese Waffen!

Die Waffenindustrie ist einfach eine große Branche welche damit Arbeitsplätze schafft. Kriege und Kämpfe wird es immer geben, so oder so , entweder man verdient mit oder man steht außen und schaut zu wie andere Länder damit Geld verdienen, so ist das Leben..... Traurig aber wahr
maierhofer____, 29. 07. '10 16:24
Re: Na und ?!?!
Steyr sollte endlich wieder zivilautos bauen... So eine schöne öster limousine hätte doch was :D

Steyr ist eben bekannt für gute Qualität, habe selbst daheim ein Steyr Jagdgewehr - robust, präzise und einfach zu pflegen, was will man mehr?
Polit, 29. 07. '10 21:53
Re: Na und ?!?!
:--) das hätte echt etwas , eine Limousine

@maierhofer: Eben Sie sagen selbst das dieses Jagdgewehr sehr gut ist.

Steyr kann und soll so ruhig weiter machen !!
Bin_Maden, 29. 07. '10 23:05
Re: Na und ?!?!
der blaue Pleitier fordert ohnedies Waffen für FPÖler, da ist noch einiges drin marktmässig...