Dienstag, 27. Juli 2010

Kluge Köpfe machen Bogen um Österreich:
Schlüsselkraft-Quote wird nicht ausgenutzt

  • 2.645 dürften kommen, heuer erst 406 abgebucht
  • Debatte um Zuwanderung wird weiter angeheizt

Kluge Köpfe machen um Österreich derzeit einen großen Bogen. Laut Fremdenstatistik des Innenministeriums werden die Zuwanderungsquoten von sogenannten Schlüsselarbeitskräften derzeit bei weitem nicht ausgeschöpft. 2.645 Personen dürfen laut Niederlassungsverordnung 2010 unter diesem Titel nach Österreich kommen, erst 405 wurden im ersten Halbjahr (Unselbstständige und Selbstständige) abgebucht. Die Debatte um die Einführung einer "Rot-Weiß-Rot-Card", die von Außenminister Spindelegger vor kurzem neu entfacht wurde, wird damit weiter angeheizt.

Der Präsident der Volkshilfe begrüßt den Vorstoß Spindeleggers: "Es ist wohltuend, wenn Fremde auch einmal als Gewinn und nicht immer als Bedrohung bezeichnet werden", so Josef Weidenholzer in einer Aussendung. Österreich sei mit 30.000 bis 40.000 Menschen, die sich jährlich dauerhaft niederlassen, längst ein Einwanderungsland. Dass Österreich Zuwanderung brauche, stehe außer Frage.

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hält die von Hundstorfer und Spindelegger geplante Strategie, mit Zuwanderung das Sozialsystem zu retten, weiterhin für "grundfalsch". Besser sei es mit 100.000 eigenen Kindern bis zu Jahr 2030 auf die Überalterung der Bevölkerung zu reagieren, betonte Strache. Auch BZÖ-Parteiobmann Bucher lehnt "Massenzuwanderung ohne strenge Qualitätskriterien" strikt ab und wünscht sich für Österreich ein System, das nur hoch qualifizierten Einwanderern Einlass gewährt.

Familienzuzug hält sich in Grenzen
Unterstützung erhält Spindelegger von Parteifreund Reinhold Mitterlehner. Die geplante Rot-Weiß-Rot Card sei schon weit gediehen und sollte rasch beschlossen werden, denn: "Uns fehlt der Umgang mit interessanten, hochwertigen Kräften." Bisher geschehe die Zuwanderung ungeregelt, insbesondere im Rahmen des Familienzuzugs gebe es keine Steuerungsmöglichkeiten, so Mitterlehner. 2010 hält sich die Zuwanderung von Familienmitgliedern bereits in Österreich ansässiger Personen allerdings noch in Grenzen: Von 4.905 Plätzen wurden heuer im ersten Halbjahr erst 1.651 abgebucht.

Unter Schlüsselarbeitskraft versteht der Gesetzgeber Ausländer mit einer besonders am inländischen Arbeitsmarkt nachgefragten Ausbildung oder mit speziellen Kenntnissen und Fertigkeiten im Beruf. Betroffene müssen mehr als 2.400 Euro brutto verdienen, das AMS muss in einem Gutachten ein gesamtwirtschaftliches Interesse erkennen. Die Niederlassungsbewilligung gilt bei erstmaliger Erteilung bis zu 18 Monate.

"Rot-Weiß-Rot-Card" ante portas
Die jährliche Niederlassungsverordnung soll künftig durch die - im Regierungsprogramm verankerte und eigentlich schon für 2010 angekündigte - "Rot-Weiß-Rot-Card" ersetzt werden. Sie soll qualifizierten Personen, die nach Österreich einwandern wollen, unter anderem den Zugang zum Arbeitsmarkt sowie Unterstützung bei der Integration bieten. Nachdem sich auch Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) bereit gezeigt hat, die "Rot-Weiß-Rot-Card" bis Herbst auszuverhandeln, wächst die Hoffnung auf eine zeitnahe Umsetzung eines "kriteriengeleiteten Zuwanderungssystems". (apa/jt)

27.7.2010 14:45
derpradler, 29. 07. '10 10:20
kluge einheimische Köpfe
müssen Taxi fahren..............weil sie zu viel kosten!
Was man da vorhat ist der Höhepunkt, der Verbrechen an der österreichischen Bevölkerung!
Polit, 29. 07. '10 14:36
Re: kluge einheimische Köpfe
Ja weil sie zu viel kosten, aber auch um einiges mehr können als gewisse Menschen mit einer schlechten Ausbildung. Diese Menschen die viel können sind Leistungsorientiert und sehen in Österreich keine Zukunft

Mir geht es genau gleich, ich möchte nun eine Firma für Umweltfreundliche Technologien entwickeln aufmachen. Glauben Sie dass mir die Regierung hilft oder mich unterstützt?! NEIN, die Politiker stellen einem das Bein=> die Firma wird in Deutschland aufgemacht, weil man dort unterstützt wird.

Aber Österreich wird noch blöd schauen wenn auf einmal keine gut ausgebildeten Arbeitskräfte mehr da sind.

Keine Unterstützung,zu hohe Steuern, zu viele Steine im Weg, zu viel blabla zu wenig handeln. Das ist die Devise in Österreich weil der ganze Bürokratiekramm eine Ewigkeit dauert
galileo2, 28. 07. '10 08:14
ich fordere
1 million Ausländer bitte!!!! Bevorzugt werden integrationresistente Türken aus Anatolien mit Kopftuch und keinerlei Deutschkenntnissen!!!!
Woodentree, 28. 07. '10 08:35
Re: ich fordere
Wenn ein Land für ausgebildete Kräfte aus dem Ausland nicht attraktiv wirkt, warum sollten die dann herkommen?
Solang das Land aber im Chaos versinkt, die Polizisten immer weniger werden und Verbrecher oft ungestraft davon kommen... bekommst du deine Türken.
Solang sich in Österreich nichts ändert, wie kommt dann irgendwer auf die Idee, dass sich an der Zuwanderersituation etwas ändert??
hary1965, 27. 07. '10 20:08
Politiker Traumwelt
Es zeigt sich ständig wie realitätsfremd unsere Politiker sind und vom Leben so gut wie keine Ahnung haben, sind sie doch nur auf Partei und Machterhaltungspoiltik geschult. Es ist leicht ersichtlich das Zuwander nur aus gewissen Ländern kommen, wo es kaum Bildungsmöglichkeit gibt, und meist jene die nichts mehr zu verlieren haben, weil keinerlei Ausbildung und Möglichkeit. Potentielle Zuwanderer mit Guter Ausbildung haben Zuhause und in anderen Ländern gute Möglichkeiten. Ein wenig denken und Politiker wurde merken, dass auch Schlüsselarbeitskräftepotential nicht auschöpfbar ist und mit jenen Zuwandern die in großer Zahl kommen und da sind werden wir höchstens die Sozialausgaben steigern statt retten. Wie wäre es mehr für Österreiche Familien zu tun, oder will man nur mehr Multikulti?
founder, 27. 07. '10 18:37
Wer wird denn schon gerne ein neuer Fall Zogaj?
Mit dem hysterischen schilen nach ein paar Wählerstimmen aus dem rechten Lager hat Österreich seinen Ruf bei Ausländern gründlich versaut.

Wer hat schon Lust, der nächste Fall Zogaj zu werden? Mit den Gesetzesgeflecht kennt man sich nicht aus, es bleibt das dumpfe Gefühl, es könnten jeden passieren, irgenetwas wird gefunden und man muß unter den gröhlenden Jubel von Rechtsradikalen das Land wieder verlassen.

Also es lieber erst gar nicht probieren.
freeyourmind, 28. 07. '10 00:51
Re: Wer wird denn schon gerne ein neuer Fall Zogaj?
diese Frage lässt sich sehr leicht beantworten. Wer wird ein neuer Fall Zogaj? -"Jeder Einwanderer der Gesetze bewusst über Jahre missachtet". Die Rechnung wurde natürlich im übertragenen Sinne teuer für Arigona, auch wenn sie meiner Meinung nach nicht unbedingt die Schuld daran trägt, getreu dem Prinzip Eltern haften für ihre Kinder - dies sollte aber hier nicht Thema sein. Und nebenbei bemerkt, Schlüsselarbeitskräfte mit Wirtschaftflüchtlinge zu vergleichen scheint mir etwas sehr weit hergeholt. Es macht halt einen Unterschied, ob man jemand braucht oder jemand duldet.
MyHomebound, 29. 07. '10 00:16
Re: Wer wird denn schon gerne ein neuer Fall Zogaj?
founder,ich nehme an SIE sind Österreicher,u.verhalten sich auf jeden Fall gesetzeskonform(wie sollte es sonst auch anders sein),also werden SIE NIE ein FALL Zogaqj sein können u.werden,od.erpressen SIE auch den Staat Österreich u.sind illegal hier, dann ist es was anderes. Da ich mir aber erlaube anzunehmen, dass es sich bei Ihrer Person um einen ehrlichen, gesetzeskonform(keine Angst,ich habe auch schon wegen Schnellfahrens gezahlt) lebenden Österreichr handelt, bin ich sehr verwundert, daß bei Ihnen Illegalität seit der"Einwanderung" div.andere familäre kleinkriminelle Tätlichkeiten d.ges.Familie,Erpressung d.Staates (Erpressung=strafrechtl.Tatbestand!);Mobbing behinderter Mitschüler durch AZ u.deren präpotentes Verhalten i.Ort,kurz gesagt,daß das ALLES IHRE ZUSTIMMUNG findet
founder, 29. 07. '10 14:26
Wer die äußerste Verzweiflung eines Menschen
als Erpressung bezeichnet, der sollte wegen Volksverhetzung verurteilt werden.

Wenn man hier so liest, sollte es Null Toleranz gegen Volksverhetzung geben.

Um Steuergeld für Gefängnisse zu sapren sollten Volksverhetzer vor die Wahl gestellt werden Gefängniss oder Auswandern.
sidestep, 27. 07. '10 16:56
Die werden noch Augen machen
Was die Herrschaften wie Spindelegger und Co vergessen ist, dass die Schutzklauses für den Arbeitsmarkt gegen ausländische Arbeiter z.B. aus der Slowakei, Polen, Tschechien, Bulgarien, Rumänien im Jahre 2012 fällt. Dann werden die hereinströmen als wäre irgendwo ein Damm gebrochen. Dann geht es nicht mehr um die Spitzenkräfte sondern viel eher um die arbeitslsoen Hilfsarbeiter aus diesen Regieonen und niemand wird verhindern können dass unser "EU-Mitbürger" das Land überschwemmen werden. Die Wirtschaft wartet nur auf diese billige Arbeitskräfte, die um die Hälfte des Inländerlohnes arbeiten werden. Ich glaube auch, dass Spindelegger diese Diskussion deshalb entzündet hat um die Bevölkerung auf die "Nomanden" vorzubereiten. Das und nichts Anderes steckt hinter dieser Diskussion: Wollen wir wetten?
MyHomebound, 29. 07. '10 00:24
Re: Die werden noch Augen machen
ALLE, die sich jetzt so stark für die Zuwanderung machen, werden schauen. Denken die alle eigentlic an die nachfolgenden Generationen, an ihre Neffen, Nichten unsd, und all die jungen Menschen, welche noch vor der Berufswahl stehen...Wo sollen die arbeiten...im Ausland, ev. um eienen Hungerslohn - danke EU und danke Spindelegger. Es MUSS (sollte) doch im Interesse eines Staates liegen, seine kommenden Generationen im EIGENEN Arbeitsmarkt im eigenen Land zu guten, wenn nicht besten Bedingungen unterzubringen, ich denke Potential in dieser Richtung hätten wir genug, der Staat und die Wirtschaft MÜSSEN UNSERER jungen Generation DIE CHANCE geben.
Dantine, 27. 07. '10 16:51
Zuwanderer
Wen wundert es, dass es kaum jemanden interessiert, in ein Land zu kommen, in dem Möchtegern-Politiker, wie Strache & CO, so viel zu sagen haben und ungestraft Ausländerhetze betreiben (können und dürfen)?
Und dazu noch die bürokratischen Schwierigkeiten!
Also, ich versteh es!