Der 20. Todestag des großen Bruno Kreisky:
'Werte und Haltungen sind aktueller denn je'
- Bundeskanzler Faymann stimmt Lobeshymne an
- Ist eine "herausragende, politische Persönlichkeit"

Anlässlich des 20. Todestages von Bruno Kreisky am 29. Juli hat Bundeskanzler Werner Faymann seinen Vorgänger als "eine der herausragendsten politischen Persönlichkeiten der Zweiten Republik" gewürdigt. "Die Werte und Haltungen, die Bruno Kreisky damals so nachdrücklich vertreten hat, zum Beispiel, wie wichtig Verteilungsgerechtigkeit für den Wohlstand und eine Gesellschaft sind, all das ist heute aktueller denn je", sagte Faymann in einer Aussendung. "Das innen- wie außenpolitische Vermächtnis Bruno Kreiskys ist zeitlos. Seine Werthaltungen und Prinzipien sind heute Aufgabe, Verpflichtung und Herausforderung für unsere, aber auch für die künftigen politischen Generationen."
Faymann erinnerte an Reformen im sozial- und gesellschaftspolitischen Bereich sowie den konsequenten Ausbau und die Weiterentwicklung des Sozial- und Wohlfahrtsstaates, die mit dem Namen Kreiskys verbunden bleiben. "Die Investitionen in Bildung und Wissenschaft und in das soziale Miteinander haben die Gesellschaft Österreichs verfestigt und seine Reformpolitik hat in ihrer Gesamtheit zu einer gesellschaftlichen Veränderung des politischen Systems Österreichs geführt", betonte Faymann. "In seinem Sinne müssen wir jetzt auch die Reform der Schule fortsetzen", spannte der Bundeskanzler den Bogen in die Gegenwart.
Gleichzeitig verwies Faymann auch auf das hohe Ansehen, das Kreisky außenpolitisch genoss. "Er setzte sich international für eine aktive Friedens- und Entwicklungspolitik ein und sein Beitrag zur Beilegung des Nahost-Konflikts wurde international viel beachtet und brachte Österreich hohes Ansehen." Kreisky gelte auch als einer der Wegbereiter des Helsinki-Prozesses, mit dem erstmals die Verankerung der Menschenrechte für alle europäischen Staaten, auch die kommunistischen Länder, verbunden war. Wien sei dank Kreisky zunehmend Ort der internationalen Begegnungen geworden, mit dem Bau der UNO-City sei Wien als dritter Sitz der Vereinten Nationen etabliert worden die Errichtung des Konferenzzentrums habe den Gedanken des internationalen Dialogs akzentuiert. Für Faymann steht fest: "Das politische Wirken Bruno Kreiskys hat bis heute Bestand - für die Sozialdemokratie und Österreich."
(apa/red)
