Dienstag, 20. Juli 2010

Alkohol am Steuer kostet Monatsgehalt:
Rigorose Strafen für Alk-Lenker im Ausland

  • Bußgelder, Pkw-Beschlagnahmungen oder Gefängnis
  • Verkehrsstrafen im Ausland höher als in Österreich

In einigen europäischen Ländern sind die Geldstrafen für Verkehrsübertretungen deutlich höher als hierzulande. Gesetzliche Regelungen können bei Verstößen angefangen von hohen Bußgeldern über Pkw-Beschlagnahmungen bis hin zu Gefängnisstrafen nach sich ziehen. Alkohol am Steuer kann in Dänemark gleich einen ganzen Monatsverdienst kosten, mit 1.500 Euro fürs Schnellfahren bittet Frankreich Raser zur Kasse. In Italien werden mindestens 155 Euro fällig, wenn man mit dem Handy während der Fahrt telefoniert, berichtete ÖAMTC-Touristikerin Cornelia Schwarz.

Wer in Italien mit mehr als 1,5 Promille Alkohol im Blut ein Fahrzeug lenkt, dem kann passieren, dass das Fahrzeug beschlagnahmt, enteignet und zwangsversteigert wird. Außerdem hat das beliebteste Urlaubsziel der Österreicher seit 2009 eine neue Strategie, um die nächtlichen Verkehrsunfälle zu minimieren: Zwischen 22.00 und 7.00 Uhr sind die Strafen für Geschwindigkeitsübertretungen, Alkoholfahrten oder Drängeln um ein Drittel höher als tagsüber, erklärte Schwarz.

In Spanien droht etwa beim Übertreten der zulässigen Geschwindigkeit um 60 km/h oder einer Blutalkoholkonzentration ab 1,2 Promille eine Haftstrafe von mindestens drei Monaten. Harte Strafen gibt es auch in den skandinavischen Ländern: Alkohol am Steuer kann in Dänemark gleich einen ganzen Monatsverdienst kosten.

Hohe Strafen und kurze Fristen
Im Europa-Vergleich sind die Strafen auch in Griechenland recht hoch und die Fristen für die Bezahlung eher kurz. "Bezahlt man beispielsweise die Strafe für einen Überholverstoß nicht binnen zehn Tagen, kann das nach Ablauf der Frist schon stolze 700 Euro kosten", sagte die ÖAMTC-Touristikerin.

Auch in der Schweiz werden schwere Verkehrsverstöße mit hohen Strafen geahndet (ab 600 Euro bei einer Übertretung von 50 km/h oder mehr oder Alkoholdelikte ab 410 Euro). Für Handytelefonieren am Steuer muss man in Norwegen mit 160 Euro Strafe rechnen, in Italien mit 155 Euro aufwärts. Bei Roter Ampel noch aufs Gas zu steigen kostet in Griechenland ab 350 Euro, in Schweden ab 250 Euro.

(apa/red)

20.7.2010 09:30
brabus, 21. 07. '10 13:24
Strafen für Verkehrsübertretungen
Will man Geld kassieren oder mit der Androhung von Strafen die Verkehrssicherheit erhöhen. Ich denke es steht Ersteres im Vordergrund. Denn die meisten Übertretungen kann man technisch verhindern: Alkotester im Auto blockiert Zündung; Tempobegrenzer im Auto erlaubt nur die jeweils höchst zugelassene Geschwindigkeit (so wie ein Navi im Auto die jeweilig erlaubte Höchstgeschwindigkeit anzeigt, können diese Daten zur Geschwindigkeitsbegrenzung des Fahrzeuges dienen); Abstandmessgeräte verhindern Drängeln und Auffahren; alles relativ billige technische Hilfen, die sich schon bei einem eingesparten Unfall rechnen, und wenns um Menschenleben geht erst recht ein 'must have' sind. Jede Menge Schnick-schnack im Auto - aber die einfachsten Dinge können oder wollen wir offenbar nicht haben.


Werbung

Gebrauchtwagen ·Koop. mit CyBasar Gebrauchtwagen
Auto - Börse - seit 1998 online