Handyhersteller empört über Antennagate:
Krisen-PR von Jobs inkludiert Anschwärzen
- Empfangsleistung laut Apple branchenweites Problem
- RIM: "Apple's Behauptungen verzweifelte Versuche"
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iPhone 4 nicht zurück
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Nach Empfangsproblemen
soll auch Sensor spinnen
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1,7 Millionen verkaufte Geräte in nur drei Tagen

Apple scheint in einem Glashaus zu sitzen und wirft dennoch mit Steinen: Auf der Pressekonferenz zu den Empfangsproblemen des iPhone 4 versprach Apple-Chef Steve Jobs nämlich nicht nur eine Gratis-Schutzhülle für alle iPhone 4-Käufer, sondern schwärzte auch gleich die Konkurrenz an. Empfangsblockaden bei Smartphones seien ein branchenweites Problem, mit dem alle Hersteller zu kämpfen hätten. Diese Art von Krisen-PR stieß der Konkurrenz erwartungsgemäß sauer auf.
Die Empörung anderer Mobilfunkkonzerne auf den Seitenhieb von Apple ließ nicht lange auf sich warten. Nokia betonte, dass Antennen-Design seit Jahrzehnten eine Kernkompetenz des Unternehmens sei und dass es die Empfangsleistung stets dem Gerätedesign vorziehe, sofern das überhaupt in Konflikt zueinander stehe. Hersteller HTC berief sich lediglich auf die Kundenbeschwerden und verglich jene des iPhone 4 mit dem Konkurrenzmodell Droid Eris. Während die Quote beim Apple-Produkt laut Konzerninformationen 0,55 Prozent betrage, würde die Rate beim eigenen Smartphone lediglich 0,016 Prozent ausmachen.
Die deutlichsten Worte fand Blackberry-Hersteller RIM. In einem Statement verkündeten Mike Lazaridis und Jim Balsillie: "Apple's Versuch, RIM in das selbstverursachte Debakel hineinzuziehen, ist nicht akzeptierbar. Apple's Behauptungen zu RIM-Produkten scheinen verzweifelte Versuche zu sein, das öffentliche Verständnis von Antennendesign zu verdrehen und die Aufmerksamkeit von der eigenen schwierigen Situation abzulenken."
Welche Auswirkungen die Empfangsproblematik auf den Erfolg des iPhone 4 hat, wird sich erst zeigen. Fakt ist, dass etwa in Österreich beide zurzeit anbietenden Provider die Vorbestell-Aktion für das iPhone 4 abbrechen mussten, weil die Nachfrage binnen kürzester Zeit die voraussichtliche Verfügbarkeit sprengte. (red)
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gsmarena.com
