Mittwoch, 21. Juli 2010

"Sonst versklavt man sich": Rolando Villazón im großen Interview mit NEWS

  • Der Tenor über Krise, Auferstehung und seine Pläne
  • PLUS: Die schönsten Bilder von Rolando Villazón

Sein Konzert ist der Magnet der Festspiele. Das Interview über Krise und Auferstehung, Pläne und die neue CD.

Die Musikwelt bangt fast ein Jahr um ihn, und die Sorge war aufrichtig: Der mexikanische Tenor Rolando Villazon, 38, verkörpert als Künstler und Mensch Ausnahmeformat. Als ihm im April 2009 eine Stimmbandzyste entfernt wurde, hatte er schon eine halbjährige Zwangspause anno 2007 hinter sich. Als Ort der Wiederkehr im März 2010 wählte er die Wiener Staatsoper und Donizettis „Liebestrank“ – das Haus und das Werk, die 2005 seine Weltkarrire befördert hatten. In Salzburg, wo er im nämlichen Jahr an Anna Netrebkos Seite mit Verdis „Traviata“ begeisterte, singt er heuer nur einen Liederabend (am 15. August mit Hélène Grimmaud als Partnerin).

Doch der war als einziges Festspielkonzert binnen Wochenfrist ausverkauft. Am Freitag präsentierte er die von einer klassischen Formation begleitete CD „Mexiko“ mit Liedern aus der Heimat – im Rahmen des iTunes –Festivals „Roundhouse“ im Londoner Außenbezirk Camden Town. Am 18. November gastiert er damit im Wiener Konzerthaus. Am 11. März folgt ein Schumann-Liederabend im Musikverein. Wie das alles zusammen-, wie es ihm und wie es weitergeht, verriet er im exklusiven NEWS-Interview.

NEWS: Wie geht es Ihnen? Spüren Sie noch Nachwirkungen Ihrer Operation?

Villazon: Mir geht es wunderbar. Ich habe keinerlei psychische Beschwerden. Es ist ganz im Gegenteil ein wunderbares Gefühl, wieder auf der Bühne zu stehen. Ich freue mich auf alle meine Vorstellungen.

NEWS: In dieser Saison stehen fast nur Konzerte und Liederabende auf Ihrem Terminkalender. Was ist mit der Oper?

Villazon: Aber selbstverständlich mache ich Oper, und zwar jede Menge. 2009/10 habe ich „Eugen Onegin“, „Liebestrank“ und „Traviata“ gemacht. 2010/11 dann zweimal „Boheme“ in Wien, „Werther“ in London, „Liebestrank“ an der Scala so wie Opernvorstellungen in Zürich und Baden-Baden. Und ich freue mich sehr, eine für mich relativ neue Kunstform weiter zu entdecken, die des Liedgesanges. Ich bereite eine ganze Serie von Liederabenden vor und werde auch einen in Wien singen, im März im Musikverein. Das ist eine faszinierende Herausforderung. Beim Lied geht es um Poesie und Reinheit. Ich möchte ihn das Innere dieser Musik vordringen und völlig neue Gebiete erforschen.

Das ganze Interview lesen Sie im neuen NEWS Nr. 29/2010!

21.7.2010 14:36