"Brauchen 100.000 Zuwanderer bis 2013": Spindelegger für aktive Zuwanderungspolitik
- Gesundheits- & Sozialsysteme nicht überlebensfähig
- Aktive Auswahl der Migranten. Drei Voraussetzungen

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·"Brauchen 100.000 Zuwanderer bis 2013"
Spindelegger für "aktive
Zuwanderungspolitik"
Außenminister und ÖAAB-Chef Michael Spindelegger spricht sich für mehr Zuwanderung aus. "Wir brauchen dringend Zuwanderer, rund 100.000 sollen es bis 2030 sein", plädiert Spindelegger in der "Presse am Sonntag" für eine "aktive" Zuwanderungspolitik der Regierung. Denn ohne "aktiven, gezielten Prozess der Zuwanderung" seien Gesundheits- und Sozialsysteme nicht überlebensfähig.
Spindelegger verwies auf die Prognosen, wonach ohne Zuwanderung die Einwohnerzahl Österreichs von 8,4 auf 8,3 Millionen sinkt - und die Gesellschaft mit rund 30 Prozent Über-60-Jährigen überaltert.
Aktive Auswahl der Migranten
Nötig sei "aktive" Zuwanderungspolitik mit Auswahl der Migranten. "Wir sollten uns die Branchen ansehen, in denen wir Verstärkung brauchen, und in die Regionen gehen, wo wir Zuwanderer vermuten, die wir benötigen und wollen" - etwa Südosteuropa. Als Branchen kämen nicht nur Schlüssel-Branchen wie die IT in Betracht, sondern etwa auch der Tourismus.
Deutsch als Voraussetzung
Die ausgewählten Zuwanderer sollten Arbeits- und Aufenthaltsbewilligung erhalten, so lange bleiben, wie sie wollen und Arbeit haben, auch Familiennachzug will Spindelegger nicht ausschließen. Er nennt aber drei Voraussetzungen: Zuwanderungswillige müssten schon etwas Deutsch können, das heimische Rechtssystem akzeptieren - nicht in Frage käme etwa Unterdrückung der Frau - und den "Rechtsstaates als solches" anerkennen.
(apa/red)
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