Montag, 26. Juli 2010

'Nicht gegen Flüchtlinge Stimmung machen':
UNHCR fordert "anderen Ton" in Asylpolitik

  • "Gleichsetzung 'Flüchtling=Verbrecher' problematisch"
  • 30 Prozent weniger Asylanträge im ersten HJ 2010

Der Vertreter des UNO-
Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR) für Deutschland und Österreich fordert die österreichische Politik auf, "nicht gegen Flüchtlinge Stimmung zu machen". Michael Lindenbauer sagt im APA-Interview: "Diese Gleichsetzung Flüchtling ist gleich Verbrecher ist höchst problematisch. Hier brauchen wir einen anderen Ton in der Debatte."

Dass laut einer jüngsten Umfrage die Mehrheit der Österreicher Asylwerber für kriminell und verlogen hält, ist ein Alarmzeichen, meint Lindenbauer. Österreich habe "eine lange Asyltradition", sagt der Österreicher. Dies gelte es auch zu kommunizieren. "Da muss es doch möglich sein, nicht gegen Flüchtlinge Stimmung zu machen und den staatlichen Willen, Schutz zu gewähren, zu untergraben." Dies gelte auch und vor allem für Wahlkämpfe.

30 Prozent weniger Anträge
30 Prozent weniger Asylanträge im ersten Halbjahr wurden in Österreich verzeichnet. Der Trend war für Innenministerin Fekter auch ein Argument, vom geplanten dritten Aysl-Erstaufnahmezentrum Abstand zu nehmen. Lindenbauer rät der Politik aber, die Ursachen genau zu analysieren. "Man sollte hier keine Schnellschüsse machen und nicht auf kurzfristige Schwankungen hin Kapazitätsänderungen vornehmen", warnt er. "Niemand kann für die Zukunft einen abermaligen Aufwärtstrend ausschließen."

"Schubhaft nur in Ausnahmefällen"
Sorge bereiten der UNO die steigenden Schubhaftzahlen. "Das ist natürlich eine konkrete Auswirkung der jüngsten Gesetzesänderung", sagt Lindenbauer. Das UNHCR trat stets dafür ein, dass "Schubhaft nur in Ausnahmefällen verhängt wird. Es handelt sich eben nicht um Verbrecher." In Schubhaft bestehe nur ungenügender Zugang zu Rechts-und Sozialberatung.

Deutliche Kritik übt Lindenbauer an Österreich, weil es nach wie vor Flüchtlinge gemäß Dublin-Abkommen nach Griechenland rückstelle - trotz der dortigen "unhaltbaren Situation" für Asylwerber. Zugleich begrüßt Lindenbauer die Vorschläge der EU-Kommission zur weiteren Harmonisierung eines gemeinsamen EU-Asylsystems, gegen die Österreich allerdings Sturm läuft. (apa/red)

26.7.2010 09:26
nonane, 27. 07. '10 10:50
naja da gibts 2 Möglichkeiten um die öffentl. Meinung über Asylanten zu ändern:
entweder die Zeitungen berichten nicht mehr darüber wenn ein Asylant ein Verbrechen begeht.
oder
die Asylanten hören auf damit Verbrechen zu begehen.
MyHomebound, 27. 07. '10 12:28
Re: naja da gibts 2 Möglichk. um die öffentl. Meinung über Asylanten zu ändern:
Sie haben recht, mit Ihrem Entweder / Oder. Leider ist es bei uns so, daß wenn man als Asylant aus der Betreuung (s. Traiskirchen) entlassen wird, steht man auf der Straße, anstatt gleich abgeschoben zu werden, gibt man denen dann die "Möglichkeit" zu stehlen, zu dealen usw....Mit einem Wort, man läßt die dann auf die Bevölkerung los...man kann auch unseren Betreuungsstellen UND Politikern nur dafür danken.
Verbesserer, 26. 07. '10 18:41
Einwanderungswillige sind keine Flüchtlinge
Das soll sich auch ein Lindenbauer hinter die Ohren schreiben! Auf wie krummen Wegen sie auch immer nach Österreich gekommen sind.
sidestep, 25. 07. '10 10:47
Eine echte Schweinerei
Ich empfinde es als eine echte Schweinerei, dass es um 30 Prozent weniger Asylanträge gibt. Da müssen wir doch was dagegen tun. Ich fordere daher die Charitas und Herrn Kübel sowie die diversen Gutmenschenorganisationen auf, sich dafür einzusetzen, dass folgende Maßnahmen getroffen werden: Die Abschaffung der Polizei, des Asylgerichtshofes, aller Gesetze die die Einreise nach Österreich ob legal oder illegal regeln, die Abschaffung der Innenministerin und der Justizministerin, die Abschaffung der Schubhaft und der Gefängnisse überhaupt, die Ausdehnung der Grundversorgung auf Asylanten nur dass diese die doppelte Höhe als Inländer erhalten und, und, und.....
darius21, 25. 07. '10 11:04
Re: Eine echte Schweinerei
Asyl ist Menschenrecht.Was willst du? Abschiebung aller Ausländer, egal ob Migrant oder Asylwerber? Vielleicht noch ein paar Homosexuelle, Arbeitslose und Kriminelle dazu und dann wieder ein reines arisches Volk sein. Glaubst du echt, dass Österreicher bessere Menschen sind, als Afrikaner, Russen oder sonstwer?
Bin_Maden, 25. 07. '10 11:19
Re: Eine echte Schweinerei
Hahaha, ist das witzig, kann mich Lachen kaum noch halten... Na gut, Deine Rechtsfuzzi-Mob-Freunde werden das sicher als höchst originell ansehen, Seitentreter. Es wird diese auch kaum beeindrucken, dass Österreich eines der restriktivsten Asyl-Gesetze hat, denn denen ist es immer noch viel zu liberal, die orienteren sich da stark an eine gewisse Vergangenheit. Aber die mittlerweile so umjubelte Geröllmaria wird schon dafür sorgen, dass die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit weiter verkleinert wird. In diesem Sinne: auf eine formidabel hassende und unmenschliche Gesellschaft und eine ganz tiefe Verbeugung vor dem rechten Rand.
sidestep, 25. 07. '10 11:23
Re: Eine echte Schweinerei
Was wollt ihr? Ich habe doch in euerem Sinne geschriebenoder? Alles abschaffen, Grenzen, Grenzkontrollen weg, alles hereinlassen. Also was wollt ihr zwei Fuzzis eigentlich?
Bin_Maden, 25. 07. '10 11:47
Re: Eine echte Schweinerei
Jaja, das war "in unserem Sinne", logo klaro. Dein hatscherter Versuch einer Persiflage verdient ohnehin keine Beachtung, doch wie wärs mit einer Karriere als Haus-Satiriker der FPÖ? Du könntest auch federführend mitwirken an "Der blaue Planet II", lustig wie Du bist. Da winkt fette Kohle, sind ja nur Steuergelder, die da verbraten werden.
sidestep, 25. 07. '10 12:08
Re: Eine echte Schweinerei
Ach ihr zwei Fuzzis seid Gedankenleser und entdeckt ganz was anderes als ich geschrieben habe in dem Artikel. Ja das ist nun aber wirklich euer Problem und was man von "Gedankenleser" halten soll, dass wisst ihr zwei doch sicher oder?
Sensor, 26. 07. '10 21:02
Re: Eine echte Schweinerei
Ja das wäre eine Möglichkeit, wo sich auch der Slawenapostel Strache einbringen könnte, indem er die Grundversorgung der FPÖ-Nichtleistungsabgeordneten auf die Asylanten umbucht und selber Gratiszähne insbesondere für die von ihm missionierten Serben schnitzt. Es müssen wirklich alle zusammenhelfen, damit erträgliche und den Menschenrechten entsprechende Zustände erreicht werden können.