Samstag, 17. Juli 2010

Edel-Stripperin Dita von Teese beim Life Ball: "Auftakeln und Botschaft verbreiten"

  • 2005 ist sie am Life Ball nackt in Martiniglas gestiegen
  • Als Vertreterin der Kosmetikfirma MAC unterwegs

Bei ihrem Auftritt am Life Ball 2005 ist Dita von Teese nackt in ein überdimensionales Martiniglas gestiegen. Bei ihrem Besuch ist die Burlesque-Tänzerin zugeknöpfter als Vertreterin der Kosmetikfirma MAC unterwegs, die mit dem Lipstick Viva Glam bereits 180 Millionen Dollar (138,5 Mio. Euro) für den Kampf gegen Aids aufgetrieben hat. "Aber egal, ob in einem Glas oder nicht, ich werbe immer für Safer Sex", sagte von Teese.

Von Teese ist eine der wenigen internationalen Stars, die sowohl den Life Ball als auch den Opernball besucht haben. Und das Fest vor dem Rathaus ist wohl auch eher nach dem Geschmack der Tänzerin. "Ich mag es lieber, wenn sich die Leute auftakeln, um gemeinsam eine Botschaft zu verbreiten als wenn man sich nur so herrichtet", sagte von Teese.

Dass sich so viele Künstler für den Kampf gegen Aids engagieren, hat für die Amerikanerin mehrere Ursachen. Zum einen haben sie die Stimme, um besonders junge Leute zu erreichen. "Ein weiterer Grund ist sicher, dass im Showbusiness viele jemanden kennen, der von der Krankheit betroffen ist", sagte von Teese.

Von Teese besucht das Fest gemeinsam mit dem MAC-Geschäftsführer John Demsey. "Wir werden einen Scheck über 100.000 Euro, die wir alleine in Österreich eingenommen haben, an die Clinton-Stiftung übergeben", so Demsey. Das Geld soll vor allem Betroffenen in Haiti zu gute kommen.

Demsey warnte davor, dass Thema Aids zu bagatellisieren. "Werden Sie in Österreich an Aids sterben? Nein. Aber stellen sie diese Frage einmal in Johannesburg oder in Mumbai", sagte der Geschäftsführer. Die Wirtschaftskrise hat die ärztliche Versorgung für HIV-positive Menschen in den armen Ländern zudem zusätzlich verschärft. Aber auch in den reichen westlichen Länder, sollte man die Gefahr nicht vergessen. "Viele unter 25-Jährige glauben heute, dass Aids geheilt ist, aber das stimmt nicht", sagte Demsey.

(apa/red)

17.7.2010 19:14