Donnerstag, 15. Juli 2010

Streiks führen in Griechenland zu Flug- Ausfällen: Luftraum für 4 Stunden gesperrt

  • Proteste gegen Erhöhung des Pensionsantrittsalters
  • Griechen müssen bis 2012 30 Millarden Euro sparen

Wieder Ärger im Luftverkehr in Griechenland: Wegen eines vierstündigen Ausstands der Beamten und Staatsbediensteten werden heute Dutzende Flüge ausfallen. Bei zahlreichen anderen Flügen dürfte es Verspätungen geben.

Der griechische Luftraum wird nach Angaben der Gewerkschaft der Fluglotsen von 10.00 Uhr MESZ für vier Stunden geschlossen. Die Fluglinien informierten ihre Gäste über die Änderungen. Auch in Ministerien und anderen Behörden soll für vier Stunden die Arbeit niedergelegt werden.

Gegen Erhöhung des Pensionsalters
Die Beamtengewerkschaft ADEDY protestiert gegen die Erhöhung des Pensionierungsalters von heute 58 auf 65 Jahre für Staatsbedienstete und die Gleichstellung des Pensionierungsalters für Frauen auf 65 Jahre. Im staatlichen Sektor konnten Frauen bisher vielfach schon mit 55 Jahren in den Ruhestand gehen. Das entsprechende Gesetz dürfte am späten Abend vom Parlament gebilligt werden, wo die regierenden Sozialisten die Mehrheit haben.

Angst vor Kontrollen
Die Griechen müssen bis Ende 2012 insgesamt 30 Milliarden Euro sparen. Kontrollore der Europäischen Zentralbank, der EU-Kommission sowie des Internationalen Währungsfonds IWF prüfen in Athen laufend die Bücher. Von ihren Berichten hängt es ab, ob Athen Finanzspritzen erhält. Die nächste Kontrolle steht Ende Juli bevor. (apa/red)

15.7.2010 07:34