"Mit Gewehren in die Berge flüchten": Laut
Ökonomen sind wir dem Untergang geweiht
- US-Pessimist Prechter stellt die düsterste Prognose
- Steht schlimmste Krise seit 300 Jahren erst bevor?

·Europa hinkt Rest
der Welt hinterher
Globale Wirtschaft ist aber überraschend stark
·Der Euro ist nicht so
leicht kleinzukriegen
Gemeinschaftswährung
macht Kursverluste wett
·Euro-Rettungsschirm verletzt das EU-Recht
Öffentlichkeit wurde laut einer Studie getäuscht
·Neue Zweifel an
Spaniens Bonität
Ratingagentur Moody's
prüft Kreditwürdigkeit
·Wir arbeiten, wir schwitzen, wir tun...
Sollte Geld-Jongleuren Handwerk gelegt werden?
"Der Winter kommt. Kauft besser einen Mantel": Wenn es nach den Prognosen von Robert Prechter geht, steht unser Wirtschaftssystem kurz vor dem totalen Zusammenbruch. Während Konjunkturdaten rund um den Globus eine allmähliche Erholung von der Rezession andeuten, will der prominente US-Ökonom nämlich Anzeichen auf die noch bevorstehende größte wirtschaftliche und gesellschaftliche Krise seit 300 Jahren entdeckt haben. Besonders beunruhigend: Der Berufspessimist lag mit seinen Prognosen in der Vergangenheit zumeist goldrichtig. Und gibt unserer Wirtschaftsordnung nun noch höchstens sechs Jahre.
"Sollte er Recht haben, müssen wir alle mit Gewehren und Suppendosen in die Berge flüchten. Denn dann ist alles vorbei", fasst Wall-Street-Analyst Ralph Acampora die düsteren Visionen des Robert Prechter zusammen.
Der amerikanische Ökonom Prechter ist überzeugt, dass uns das dicke Ende der globalen Krise nämlich noch bevorsteht. Als Anhänger der "Elliot-Wellen"-Theorie vergleicht er die Krisenerscheinungen und kommt zu dem Schluss, dass demnächst die Börsen den schlimmsten Rückschlag seit dem Platzen der Südseeblase in den 1720er erleben werden. Der New Yorker Dow Jones werde auf ein Zehntel seines Wertes fallen, "es werde einen Schock geben, von dem die Leute noch ihren Großenkeln erzählen werden.", so Prechter.
Das Schlimmste abwenden
Auswege aus dieser Krise nennt Prechter zwar keine, immerhin aber gebe es für private Anleger Möglichkeiten, das Schlimmste für das eigene Vermögen abzuwenden. "Rührt Aktien nicht an", warnt er beispielsweise eindringlich vor Börsengeschäften, aber auch Gold wird laut dem als ökonomischen Extremisten gebrandmarkten Prechter bis zu 40 Prozent an Wert verlieren.
Wo also soll man noch investieren? Prechters Antwort ist ebenso einfach wie konventionell: in die verhältnismäßig sicheren Staatsanleihen. Denn eines ist für Prechter gewiss: Man sollte beim kommenden Winter besser nicht unbekleidet sein.
(red)
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