Montag, 12. Juli 2010

"Mit Gewehren in die Berge flüchten": Laut
Ökonomen sind wir dem Untergang geweiht

  • US-Pessimist Prechter stellt die düsterste Prognose
  • Steht schlimmste Krise seit 300 Jahren erst bevor?

"Der Winter kommt. Kauft besser einen Mantel": Wenn es nach den Prognosen von Robert Prechter geht, steht unser Wirtschaftssystem kurz vor dem totalen Zusammenbruch. Während Konjunkturdaten rund um den Globus eine allmähliche Erholung von der Rezession andeuten, will der prominente US-Ökonom nämlich Anzeichen auf die noch bevorstehende größte wirtschaftliche und gesellschaftliche Krise seit 300 Jahren entdeckt haben. Besonders beunruhigend: Der Berufspessimist lag mit seinen Prognosen in der Vergangenheit zumeist goldrichtig. Und gibt unserer Wirtschaftsordnung nun noch höchstens sechs Jahre.

"Sollte er Recht haben, müssen wir alle mit Gewehren und Suppendosen in die Berge flüchten. Denn dann ist alles vorbei", fasst Wall-Street-Analyst Ralph Acampora die düsteren Visionen des Robert Prechter zusammen.

Der amerikanische Ökonom Prechter ist überzeugt, dass uns das dicke Ende der globalen Krise nämlich noch bevorsteht. Als Anhänger der "Elliot-Wellen"-Theorie vergleicht er die Krisenerscheinungen und kommt zu dem Schluss, dass demnächst die Börsen den schlimmsten Rückschlag seit dem Platzen der Südseeblase in den 1720er erleben werden. Der New Yorker Dow Jones werde auf ein Zehntel seines Wertes fallen, "es werde einen Schock geben, von dem die Leute noch ihren Großenkeln erzählen werden.", so Prechter.

Das Schlimmste abwenden
Auswege aus dieser Krise nennt Prechter zwar keine, immerhin aber gebe es für private Anleger Möglichkeiten, das Schlimmste für das eigene Vermögen abzuwenden. "Rührt Aktien nicht an", warnt er beispielsweise eindringlich vor Börsengeschäften, aber auch Gold wird laut dem als ökonomischen Extremisten gebrandmarkten Prechter bis zu 40 Prozent an Wert verlieren.

Wo also soll man noch investieren? Prechters Antwort ist ebenso einfach wie konventionell: in die verhältnismäßig sicheren Staatsanleihen. Denn eines ist für Prechter gewiss: Man sollte beim kommenden Winter besser nicht unbekleidet sein.
(red)

12.7.2010 15:27
brabus, 14. 07. '10 12:14
Wirtschaftskrise
Solange Geldwerte generiert werden (zB durch Aktien-Zocken, Zocken an der Rohstoffbörse) die durch keine reelle Arbeitsleistung und Produkte gedeckt sind, werden diese immer wieder die Ursache dafür sein, dass die Realwirtschaft in den Boden gerammt wird. Denn was ist Geld ? Der Gegenwert einer erbrachten Leistung. 'Ungedecktes' Geld ist soviel wert wie ein ungedeckter Scheck - bis er platzt. Wenn es nicht gelingt die Finanzwelt wieder der Realwirtschaft unterzuordnen werden wir viel Schlimmeres erleben als nur den Verlust von Geld welches das Papier nicht wert ist auf dem es gedruckt ist.
Der-Meidlinger, 13. 07. '10 09:34
Wo er recht hat hat er recht
Es kommt noch ein Mega-Gau und das Gold wird eines schönen Tages über Nacht mehr als 40 % an Wert verlieren.
founder, 13. 07. '10 15:17
Re: Wo er recht hat hat er recht
Man vergleiche Prechte mit dem Chefökonom der IEA, dramatische Ölprognosen
http://politik.pege.org/2009-d/liste.htm

USA und die EU sind angeschlagen, enorme Staatsschulden. Noch eine Ölkrise wie 2008 überstehen die nicht.

Die einzigen die sich ernsthaft auf die nächste Ölkrise vorbereiten sind die Chinesen. Die werden auch die riesigen Gewinnder der nächsten Krise sein.
Bei 2,50 EUR pro Liter ist Solarstrom und Elektroauto ein Sonderangebot zum Dumpingpreis.
http://auto.pege.org/2009/autowerbung-oelkrise.htm
Der-Meidlinger, 13. 07. '10 18:53
Re: Wo er recht hat hat er recht
Servas @founder
USA und EU angeschlagen ist ein Hilfsausdruck. Ich bin mir fast sicher daß es bei beiden zu einer Währungsreform kommen wird. Es kommt ein neuer US-Dollar und in der EU kommen die alten Währungen wieder.
Die sichersten Währungen m.E. zur Zeit, der chinesische Yuan und die türkische Lira.
founder, 13. 07. '10 09:10
2009 publiziert: Goldener Westen 2.0
Warum "Goldener Westen 2.0"? Weil wir uns im Jahr 1987 nach DDR Zeitrechnung befinden. Ein reformunfähiges System in den letzten Zügen vor dem Zusammenbruch.

Damals träumte man im Ostblock vom "Goldenen Westen". Doch wovon sollen wir im untergehenden "Goldnen Westen" heute träumen?

Genau deswegen publizierte ich 2009 die Version 2.0
http://politik.pege.org/2009-gw2/
founder, 13. 07. '10 09:06
Übersetzen wir mal Winter und Wintermantel
Auf Peak Oil und Lebensstandard unabhängig von fossiler Energie.

Wenn Peak-Oil erst später kommt tut es nicht weh, alles schon umgestellt zu haben, wenn Peak-Oil kommt und man ist noch total abhängig, dann ist es sehr kritisch.

Hände weg von Staatsanleihen! USA und EU Staatsanleihen sind dann soviel wie die deutschen Kriegsanleihen für den 1. Weltkrieg wert.

Investment in Aktien für neue Weltfirmen wie BYD, das hat auch Warren Buffet so gemacht.

Sonst der Fahrplan zum Wirtschaftswachstum:
http://politik.pege.org/2010-wirtschaftswachstum/
keinauto, 13. 07. '10 08:06
Prechter!
Und ich dachte immer die Narren treten nur im Fasching in Erscheinung!
Thehelrad, 13. 07. '10 08:27
Re: Prechter!
Die Zeugen Jehovas wanderten vor Jahren auch auf einen Berggipfel, da der Weltuntergang bevor stand. Sie kamen alle wieder unbeschadet retour. Eines ist sicher. Aktien kann man auch nicht essen und bereichern immer die anderen. Also genießen wir den Tag
josaa, 13. 07. '10 08:51
Zeugen Jehovas
Wo hast den den Schwachsinn mit den Zeugen Jehovas her?? So viel Blödsinn hab ich ja schon lange nicht mehr gelesen...Ich bin selber kein Zeuge Jehovas, aber so mancher könnte sich von den Leuten eine Scheibe abschneiden, punkto Ehrlichkeit und Nächstenliebe. Aber für die meisten sind diese Worte leider aus dem Wortschatz verschwunden.
Thehelrad, 13. 07. '10 09:17
Re: JEHOVA
Passiert in den 70igern auf einem Berg in der Steiermark. Ich hab ja auch nichts gegen den Glauben und die gläubigen Menschen etwas negatives geschrieben. Aber sie haben damals auch den Weltuntergang prophezeit.
momotobolo, 13. 07. '10 09:35
Zeugen Jehovas und andere Verrückte
Die Zeugen Jehovas sind so ehrlich, dass sie nicht einmal eine lebensrettende Bluttransfusion an ihren Kindern zulassen.