Ein Monat ImPulsTanz mit 99 Vorstellungen:
Line-Up ist voll neuer Werke und Klassiker
- Internationales Tanz-Festival bringt Wien zum Tanzen
- NEWS.at verlost Tickets für die besten Vorstellungen

Das 27. ImPulsTanz - Vienna International Dance Festival 2010 startet mit einer spektakulären Open-Air Performance im Haupthof des Wiener MuseumsQuartiers. Der belgische Star-Choreograf Wim Vandekeybus kreiert gemeinsam mit dem Rockmusiker Mauro Pawlowski und dessen Band sowie seiner legendären Tanzcompagnie Ultima Vez ein eigens für Wien gestaltetes Catwalk-Programm mit Live-Musik und Video-Installationen. Mit dabei: Wienerinnen und Wiener mit Kindern, Hunden, Tattoos, Bildern uvm.
Von 15. Juli bis 15. August platziert das ImPulsTanz Festival wieder 180 Workshops für Tänzer und Laien, Fortbildung für Profis, Partys im Burgtheater Vestibül und natürlich jede Menge Tanz in der Stadt: 43 Produktionen, darunter sieben Uraufführungen, sind heuer vor allem in MuseumsQuartier, Schauspielhaus, Odeon, Kasino am Schwarzenbergplatz und im Akademietheater zu sehen. Die Programm-Höhepunkte kommen aus allen Ecken der Welt und auch aus Wien. Mit dabei Choreographen von De Keersmaeker bis Platel, Marie Chouinard bis Benoit Lachambre, Chris Haring bis Anne Juren.
ImPulsTanz sorgt für Bewegung
Bewegend, mitreißend und definitiv sehenswerte Kreationen stehen bis 15. August auf dem Programm. NEWS.at verlost Tickets für folgende Performances:
We must eat our suckers with the wrappers on...
21. Juli, 21 Uhr im MQ Halle E
Der Titel spricht eine deutliche Sprache. "We must eat our suckers with the wrappers on", eine populäre Redewendung aus den Townships von Johannesburg, heißt übersetzt "Wir müssen unsere Lutscher mit der Verpackung essen". Die weiße südafrikanische Choreografin Robyn Orlin hat ihr Stück über Aids in Südafrika so genannt, weil diese beißende Metapher die Tragödie entpathetisiert. Es geht um ein soziales Tabu, um das Schweigen über die Pandemie in der Heimat der Künstlerin.
Crotch
29. Juli, 23 Uhr im Schauspielhaus
Wie sieht konzeptueller Tanz aus, wenn er von der West Coast kommt? Er muss ironisch sein, all over queer und kritisch. Keith Hennessy aus San Francisco erfüllt diese Kriterien, wie er in seinem Solo Crotch (all the Joseph Beuys references in the world cannot heal the pain, confusion, regret, cruelty, betrayal or trauma
) beweist. Ihm geht es um Referenzen auf Referenzen: nicht ohne Grund taucht die berühmte Maske aus dem oft parodierten US-Horrorfilm Scream auf. Die Parodie ist die Heilsamste unter den vielen Möglichkeiten, Referenzen herzustellen, und so parodiert Hennessy erfrischend respektlos zum Beispiel das Beuyssche Fetteck, indem er es sich zwischen die Beine in den Schritt (engl. crotch) kleistert.
III
02. August, 21 Uhr im Schauspielhaus
In III gehen Jenny Beyer, Chris Leuenberger und Anja Müller dem Wunsch nach, kollektiv an Soli zu arbeiten. In wechselnden Konstellationen bauen sie eine gemeinsame Welt der feinen Verschiebungen und vermeintlichen Gegensätze. In jeweils einem Körper treffen drei choreografische Handschriften aufeinander, ein Ensemble verwegener EinzelgängerInnen entsteht, eine Art Corps de Ballet der Komplementärfarben.
Big Girls do Big Things
13. August, 22 Uhr im Schauspielhaus
Eine Expedition in die oberflächen-orientierte Welt einer Performerin: Im Solo von Eleanor Bauer wird geflüstert, was gebrüllt werden sollte, und gesungen, was geflüstert werden sollte. Ein leeres Versprechen, ein vorbeugendes Lamento, ein Flirt mit Erwartungen. Ein Stück über Maßstäbe, Volumen und extreme Begrenzungen, über Erhabenheit und Verletzlichkeit, Selbstüberschätzung und Demut, Sichtbarkeit und Feinheit.
Gardenia
15. August, 21 Uhr im Akademietheater
In dem Stück geht es um aufgegebene Hoffnungen ebenso wie um liebevoll gepflegte Träume, die von neun Charakteren auf die Bühne gespiegelt werden: einem vielbegabten Mann, einer Komödiantin und von sieben Künstlern, die aus der Travestie kommen, alle zwischen Mitte Fünfzig und Mitte Sechzig. Eine Zusammenkunft von Freunden, die ihre Geschichten intim und humorvoll in einer Mischung aus Tanz, Theater und Musik zu einer gemeinsamen Geschichte verweben.
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