Anruf verriet "Agentin 90-60-90": Russin
ging verdecktem FBI-Spion auf den Leim
- Anna Chapman teilte ihrem Vater ihr Misstrauen mit
- US-Behörden schritten unmittelbar danach zur Tat

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die Politik wechseln
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·Agentin 90-60-90:
Ein Anruf verriet sie
Russin ging verdecktem FBI-Spion auf den Leim
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Anna Chapman: Moskaus schärfste Spionagewaffe
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Russland und USA tauschten Agenten aus
Die mutmaßliche russische Spionin Anna Chapman, in den Medien auch als "Agentin 90-60-90" oder "Agentin 00-Sex" bekannt, hat offenbar ein Anruf bei ihrem Vater in Moskau überführt. Der Anruf hat die US-Behörden dazu gebracht, den russischen Spionagering in den USA auszuheben, berichtet die "Washington Post".
Anna Chapman hatte ihren Vater, einen Mitarbeiter des Außenministeriums und Veteranen des früheren sowjetischen Geheimdienstes KGB, nach einem Treffen mit einem verdeckt arbeitenden Agenten der US-Bundespolizei FBI im Juni angerufen. Das Treffen hatte bei Chapman offenbar Misstrauen erweckt.
Dem FBI auf den Leim gegangen
Das FBI, das den Anruf dem Bericht zufolge mithörte, befürchtete, der russische Auslandsgeheimdienst SWR könne seine Agenten auffordern, aus den USA zu fliehen. Das FBI habe geplant, Chapman und den mutmaßlichen Agenten Michail Semenow über Informanten zu Taten zu verführen, die eine Anklage nicht nur wegen geheimen Informationsaustauschs mit russischen Diplomaten ermöglichen würden. Die US-Ermittler entschlossen sich der "Washington Post" zufolge zudem zur Festnahme der zehn mutmaßlichen Agenten, weil einer von ihnen, Richard Murphy, eine Reise zum SWR-Hauptquartier in Moskau antreten sollte. Das FBI befürchtete, nach Chapmans Anruf könnte der SWR Murphy nicht wieder in die USA zurückreisen lassen.
Die US-Ermittler hatten die Agenten vor der Festnahme bereits jahrelang im Visier. Es war darüber gerätselt worden, warum die Ermittler ausgerechnet Ende Juni zuschlugen.
Der russische Spionagering, der seit den 90er Jahren für den Kreml in den USA spioniert haben soll, war Ende Juni aufgedeckt worden. Im Zuge des ersten Agentenaustausches zwischen den USA und Russland seit dem Ende des Kalten Krieges wurden die Agenten am Freitag auf dem Flughafen Wien-Schwechat gegen vier wegen "Kontakten mit westlichen Geheimdiensten" verurteilte Häftlinge ausgetauscht.
(apa/red)
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