Mittwoch, 7. Juli 2010

Freier Uni-Zugang für Karl "ein Problem":
Ministerin will Eingangsphasen reformieren

  • VP-Politikerin fordert qualititative Aufnahmeverfahren
  • Mit Koalitionspartner SPÖ wird im Herbst verhandelt

Wissenschaftsministerin Karl drängt auf eine Neugestaltung der Studieneingangsphasen. Erst kürzlich sei festgestellt geworden, dass der freie Hochschulzugang in Österreich ein Problem für die Qualität von Universitäten sei, sagte die Ministerin. Sie fordert qualitative Aufnahmeverfahren bei Fächern mit "Massenandrang". Einen Numerus Clausus wie in Deutschland hält sie nicht für zielführend.

Wissenschaftsministerin Beatrix Karl drängt weiterhin auf eine Neugestaltung der Studieneingangsphasen. "Der Freie Hochschulzugang ist ein Problem. Es hat ja erst kürzlich das Deutsche Zentrum für Hochschulentwicklung festgestellt, dass der freie Hochschulzugang in Österreich ein Problem für die Qualität unserer Universitäten ist", sagte die Ministerin in der "ZiB2" des ORF. Sie wolle "qualitative Aufnahmeverfahren", die fair und transparent sind, so Karl.

Die Ressortchefin verwies darauf, dass sie sich mit Unterrichtsministerin Ministerin Schmied darauf geeinigt habe, bis zum Herbst ein Modell einer neuen Studieneingangsphase zu erarbeiten, bei dem qualitative Aufnahmeverfahren möglich sind - primär in jenen Fächern, wo "Massenandrang" besteht. Es gehe darum, dass man jenen Studierenden, "die auch wirklich studieren wollen und die ihr Studium auch abschließen wollen", die beste Qualität bieten könne. Einen Numerus Clausus wie in Deutschland halte sie nicht für zielführend. Ob die geplanten Aufnahmeverfahren am Beginn oder erst am Ende der Studieneingangsphase stehen werden, werde Gegenstand der Verhandlungen mit dem Koalitionspartner sein, so die Ministerin.

(apa/red)

7.7.2010 09:45