Sonntag, 11. Juli 2010

US-Militär-Massaker auf Video festgehalten:
22-jährigem Soldaten wird Prozess gemacht

  • "Vertrauliche Informationen zugänglich gemacht"
  • Irak-Video: Hubschrauberangriff mit zwölf Toten

Das US-Militär hat Anklage gegen einen Soldaten im Zusammenhang mit einem im Internet veröffentlichten Video eines tödlichen Hubschrauberangriffs im Irak erhoben. Dem 22-Jährigem werde unter anderem vorgeworfen, vertrauliche Informationen zugänglich gemacht zu haben, teilte die amerikanische Armee mit.

Die Anklage wurde unter Militärrecht erhoben und könnte damit zu einem Verfahren vor dem Kriegsgericht führen. Der Soldat war in Bagdad stationiert. Zuletzt hatte das amerikanische Militär erklärt, er sei in Kuwait in Untersuchungshaft.

Das Video aus dem Jahr 2007 stammt von der Zielerfassungskamera eines Kampfhubschraubers und war im April auf der Internet-Site WikiLeaks veröffentlicht worden. Es zeigt wie eine Gruppe von Personen auf einem Platz in Bagdad angegriffen und zwölf getötet werden. Unter den Toten war ein Reuters-Journalist und sein Fahrer. Das US-Militär hat erklärt, die Besatzung habe eine Kamera für einen Granatenwerfer gehalten.



(apa/red)

11.7.2010 09:04
brabus, 07. 07. '10 15:54
Massaker
Wen wundert es, dass die Amis soviel 'Kolateralschaden' verursachen, wenn die Soldaten eine Reporterkamera nicht von einem Granatwerfer unterscheiden können. Nach alter Wild-West-Manier: zuerst schiessen, dann fragen.