Eine halbe Stunde später Schulbeginn?
Mehr Schlaf macht fitter für den Unterricht
- US-Studie: Unterrichtsbeginn auf 8.30 Uhr vorverlegt
- Jugendliche leisteten mehr und schwänzten seltener

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Dürfen Schüler bald länger schlafen? Laut einer US-Studie macht die Jugendlichen eine halbe Stunde mehr Schlaf fitter für die Schule. Untersucht wurden 201 Schüler der Klassen 9 bis 12. Für eine Probephase wurde der Unterrichtsbeginn von 8.00 Uhr auf 8.30 Uhr verlegt. Ergebnis: Die Jugendlichen leisteten mehr, waren motivierter und schwänzten seltener.
Die Untersuchung wurde von einem Team um die Ärztin und Psychologin Judith Owen am Hasbro Kinderkrankenhaus in Providence (US-Staat Rhode Island) vorgenommen.
Danach blieben die jungen Leute abends nicht länger auf, sondern gingen zur gleichen Zeit wie sonst ins Bett. Entsprechend ging die Zahl der Schüler, die in der Woche weniger als sieben Stunden Schlaf pro Nacht bekamen, um 79,4 Prozent zurück. Jeder zweite Jugendliche schlief nun acht oder mehr Stunden - zuvor war es nur rund jeder Sechste.
Schüler wesentlich fitter
Der Anteil derjenigen, die sich als nicht richtig glücklich oder als deprimiert beschrieben, sank durch den späteren Schulbeginn von 65,8 auf 45,1 Prozent. Und statt vorher 15,3 suchten nur noch 4,6 Prozent der Jugendlichen die Krankenstation ihrer Schule auf, weil sie sich "erschlagen" und zu müde für den Unterricht fühlten.
Auch Lehrer für späteren Schulbeginn
Selbst die Lehrer sprachen sich trotz anfänglichen Widerstands am Ende der Probephase mit überwältigender Mehrheit für den späteren Schulbeginn aus - und zwar nicht aus persönlichen Gründen, sondern wegen der positiven Erfahrung mit ihren Schülern, heißt es in dem Journal.
(apa/red)
