Dienstag, 6. Juli 2010

Air Berlin knabbert an Flyniki: Deutsche
Flugline stockt auf 49,9 % der Aktien auf

  • Niki Lauda besicht mit restlichen Anteile ein Darlehen
  • Unternehmen und Name sollen noch erhalten bleiben

Mehr als zwei Monate später als prognostiziert hat Air Berlin bei Niki Lauds Airline "Flyniki" auf knapp die Hälfte aufgestockt. Die "Niki Luftfahrt GmbH" werde im Air Berlin-Konzern künftig vollkonsolidiert werden, bekräftigte die börsenotierte deutsche Billigfluggesellschaft. Sie werde ein rechtlich selbstständiges Unternehmen mit eigener Geschäftsführung bleiben. "Auch der Name "Niki" soll auf absehbare Zeit Bestand haben", so Air Berlin.

Nachdem nun "alle vereinbarten Voraussetzungen vorliegen", wurden die am 17. Februar 2010 beurkundeten Verträge am heutigen Tag vollzogen, berichtete Air Berlin am Montag.

Die Air Berlin plc & Co. Luftverkehrs KG habe mittelbar weitere 25,9 Prozent der Anteile an der Niki Luftfahrt GmbH von der Privatstiftung Lauda erworben und dadurch ihre gegenwärtige Beteiligung von 24 auf 49,9 Prozent aufgestockt. Der Kaufpreis für die Anteile betrug 21 Mio. Euro.

Lauda bürgt mit Aktien
Im Zusammenhang mit der Aufstockung der Beteiligung gibt Air Berlin der Privatstiftung Lauda ein Darlehen in Höhe von 40,5 Mio. Euro. Die Privatstiftung Lauda habe das Wahlrecht, in drei Jahren das Darlehen in bar oder durch Übereignung der verbleibenden 50,1 Prozent der Anteile an der Niki Luftfahrt GmbH zurückzuzahlen.

"Andreas Nikolaus (Niki) Lauda wird der NIKI Luftfahrt GmbH für mindestens drei weitere Jahre zur Verfügung stehen", bekräftigte Air Berlin heute in der Mitteilung.

Die Deutschen haben aus dem Darlehenstitel eine Option auf 100 Prozent an der von Lauda gegründeten Airline. Wie berichtet, ist das auf drei Jahre abgeschlossene Darlehen mit Niki Laudas verbliebenen Airline-Aktien besichert. Lauda hat wiederholt erklärt, er habe vor, den Kredit in drei Jahren zu tilgen, "wenn wir so weiterfliegen wie jetzt".
(apa/red)

6.7.2010 13:08