Europa hinkt dem Rest der Welt hinterher:
Globale Wirtschaft aber überraschend stark
- Schuldenkrise in Euro-Staaten trübt die Prognosen
- IWF: China, Indien und Brasilien als Antriebsmotor

·Europa hinkt Rest
der Welt hinterher
Globale Wirtschaft ist aber überraschend stark
·Der Euro ist nicht so
leicht kleinzukriegen
Gemeinschaftswährung
macht Kursverluste wett
·Euro-Rettungsschirm verletzt das EU-Recht
Öffentlichkeit wurde laut einer Studie getäuscht
·Neue Zweifel an
Spaniens Bonität
Ratingagentur Moody's
prüft Kreditwürdigkeit
·Wir arbeiten, wir schwitzen, wir tun...
Sollte Geld-Jongleuren Handwerk gelegt werden?
Die Weltwirtschaft erholt sich in diesem Jahr noch kräftiger als zunächst erwartet. Der Internationale Währungsfonds IWF korrigierte seine Wachstumsprognose für 2010 erneut nach oben, diesmal um 0,4 Punkte auf 4,6 Prozent. Bereits im April hatte er seine Schätzungen angehoben, zu Jahresbeginn lag der Wert noch bei 3,9 Prozent. Nur Europa hinkt ein bisschen hinterher.
Angetrieben wird das globale Wachstum vor allem von aufstrebenden asiatischen Wirtschaftsmächten wie China und Indien, aber auch von Brasilien, heißt es in dem jüngsten Wirtschaftsausblick des IWF, der in Hongkong vorgelegt wurde.
Bei den reichen Ländern legen Kanada und die USA am stärksten zu. Moderat fällt die Erholung dagegen in Deutschland aus, allerdings wieder ein wenig besser als bisher angenommen. Der Konjunkturauftrieb werde in diesem Jahr bei 1,4 Prozent liegen und damit um 0,2 Prozentpunkte höher als zuvor prognostiziert.
Für 2011 sehen die IWF-Ökonomen in Deutschland ein geringfügig nach unten korrigiertes Wachstum von 1,6 Prozent voraus, während es weltweit unverändert auf 4,3 Prozent Prozent geschätzt wird.
Euro-Staaten als Sorgenkinder
Der Aufschwung steht aber nach Angaben der Institution auf wackeligen Beinen. Vor allem die Schuldenkrise in den Euro-Staaten und dadurch ausgelöste Turbulenzen an den Finanzmärkten trüben den positiven Ausblick, schreiben die Konjunkturexperten in ihrem Report. Die Turbulenzen hätten das Vertrauen der Märkte in eine nachhaltige Erholung sinken lassen. Noch sei der negative Effekt für das globale Wachstum aber gering, da die Krise nicht auf die Wirtschaft in aufstrebenden und Entwicklungsländern übergegriffen habe.
(apa/red)

