Petraeus stößt auf Widerstand von Karzai:
Streit über US-Plan zur Taliban-Bekämpfung
- Karzai befürchtet mehr Milizen und Kriegsherren
- Spannungen zu Präsidenten im Vorfeld angedeutet
·USA machen Jagd auf
anonymen Aufdecker
"Akte Afghanistan" sei
"sehr reale Bedrohung"
·Tötung von Zivilisten wurde geheimgehalten
Geheimdokumente zu Afghanistan-Krieg im Netz
·"Haben Afghanistan
anfangs unterschätzt"
NATO-Generalsekretär
legt Karten auf den Tisch
·Petraeus stößt auf Widerstand von Karzai
Streit über US-Plan zur Bekämpfung der Taliban
·US-Militär-Massaker:
Soldat wird angeklagt
Irak-Video: Soll Infos weitergegeben haben

Der neue US-Oberbefehlshaber in Afghanistan, David Petraeus, ist mit dem Plan zur Taliban-Bekämpfung bei Präsident Karzai offenbar auf starken Widerstand gestoßen. Nach Angaben der "Washington Post" kam es beim ersten Treffen der beiden zu deutlichen Spannungen. Karzai äußerte Einwände gegen den Plan, afghanischen Dorfbewohnern verstärkt dabei zu helfen, die Taliban in eigener Regie zu bekämpfen.
Der Plan wurde von Petraeus' Vorgänger Stanley McChrystal entwickelt und wird nach Angaben der "Washington Post" bereits an etwa einem Dutzend Orten in Afghanistan umgesetzt. Petraeus will diese Zahl verdoppeln, aber beißt damit anscheinend bei Karzai auf Granit. Es herrsche die Sorge, dass ein derartiges Vorgehen das Problem unkontrollierbarer Milizen und Kriegsherren noch vergrößere, schreibt die Zeitung.
McChrystal hatte Ende Juni seinen Posten nach abfälligen Äußerungen über US-Regierungsmitglieder verloren. Mit Karzai kam er sehr gut aus. Es galt von vornherein als fraglich, ob Petraeus eine ebenso gute Beziehung zum afghanischen Präsidenten entwickeln kann. Die Spannungen gleich zum Auftakt haben diese Sorge verstärkt. (apa/red)
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