Großes Fernweh bei den Austrian Airlines:
Indien & Co im Fokus der Lufthansa-Tochter
- Neue Flieger schaffen Kapazitäten für Langstrecken
- Einzelne Inlandverbindungen werden ausgemustert

·Passagiere kehren
wieder zur AUA zurück
Fluggastzahlen sind im
Juni deutlich gestiegen
·Air Berlin knabbert
an Flyniki-Anteilen
Deutsche Flugline stockt
auf 49,9 % der Aktien auf
·Großes Fernweh bei
den Austrian Airlines
Langstreckenziele im
Visier, Umbau im Inland
·AUA und Lufthansa erhöhen Ticketpreise
Gleichzeitig sinken Treibstoff-Zuschläge
·AUA lastet schwer
auf Lufthansa-Bilanz
111 Mio. Euro Verlust
für Tochter-Fluglinien
·Airlines auf der Jagd
nach verlorener Asche
Staat & Kunden sollen für
Millionenverlust herhalten
·Piloten der Lufthansa
lassen mit sich reden
Streikandrohung bei der
AUA-Mutter vom Tisch
Langstrecke statt Linz & Klagenfurt: Bei der AUA wird eifrig am Umbau des Streckennetzes gearbeitet. Während die Verbindungen von Wien in einzelne Landeshauptstädte reduziert werden, nimmt man bei der Lufthansa-Tochter neue Langstreckenziele ins Visier. Obwohl gerade da in der Vergangenheit große Verluste eingeflogen wurden, werden die Weichen in diesem Bereich inzwischen wieder auf Ausbau des Streckennetzes gestellt.
"Wir sind im Genesungsprozess", befand AUA-Vorstand Andreas Bierwirth bereits Anfang Mai, als die Lufthansa-Tochter verkündete, wieder neue Langstreckenziele wie Mumbai oder Destinationen in den USA ins Auge zu fassen. Nachdem die Passagierzahlen für die ersten fünf Monaten des Jahres trotz Aschewolke einen Zuwachs von 6,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert ausgewiesen haben, kann man jetzt ruhigen Gewissens Nägel mit Köpfen machen.
"Wir haben jetzt beschlossen, zwei neue Airbus A-320 mit je rund 160 Sitzplätzen anzuschaffen. Die beiden Maschinen werden im April 2011 kommen", verrät Vorstand Andreas Bierwirth im Interview mit dem "Kurier". Die neuen Maschinen werden laut Bierwirth auf der Mittelstrecke eingesetzt - "dadurch bekommen wir Flugzeuge für die Langstrecke frei".
Verbindungen im Inland ausgemustert
Gleichzeitig wird weiter an den inländischen Verbindungen geschraubt. Ab dem Winterflugplan 2010/2011, der ab 31. Oktober gilt, werden die Flüge von Linz und Klagenfurt nach Wien reduziert, die Flüge aus Graz und Salzburg hingegen erhöht. Auf den Bundesländerstrecken werden ab Oktober ferner keine 50-sitzigen Flugzeuge mehr eingesetzt, sondern nur mehr Flugzeuge mit mehr als 70 Sitzen.
Erhöht wird die Zahl der wöchentlichen Flüge aus Graz und Salzburg um jeweils einen Flug: Graz wird nun 27 Mal pro Woche mit Wien verbunden, aus Salzburg wird 26 Mal nach Wien geflogen. Bei den Flügen zwischen Innsbruck und Wien gibt es keine Änderungen, es bleibt bei 41 Flügen pro Woche.
(apa/red)
