Montag, 21. Juni 2010

Billiges Mietauto nur Frage des Vergleichs:
AK ortet beim Preis enorme Unterschiede

  • Gefälle von 240 bis zu Prozent zwischen Anbietern
  • Urlauber buchen im Idealfall online vor der Reise

Der Vergleich macht auch beim Mietauto reich: Wie die Arbeiterkammer nach eingehenden Marktbeobachten feststellte, bestehen zwischen den einzelnen Anbietern für Mietautos in europäischen Urlaubsländern Preisunterschiede von bis zu 240 Prozent. Die Arbeiterkammer rät daher zu gründlichen Preisvergleichen: Wer ein Mietauto schon zu Hause bucht, sollte mehrere Angebote einholen, so AK-Konsumentenschützer Harald Glatz.

Für Gran Canaria etwa fanden die AK-Tester eine Preisdifferenz von 240 Prozent zwischen dem billigsten und teuersten Autovermieter. Das günstigste verfügbare Auto (inklusive Steuern und Versicherungen) war bei Holiday Autos um knapp 149 Euro pro Woche zu haben. Bei Hertz kostete es fast 506 Euro, so die AK in einer Pressemitteilung von heute, Montag.

Gründe für die großen Preisunterschiede seien unter anderem Selbstbehalte, Personeninsassenversicherung und Verfügbarkeit einer günstigen Kategorie. In Mallorca beispielsweise kostet eine Personeninsassenversicherung bei Holiday Autos 2,32 Euro pro Tag, bei Europcar 10,03 Euro pro Tag. Sehr unterschiedlich seien die Versicherungsleistungen. Die AK-Konsumentenschützer raten, genau nachzufragen, was im Preis enthalten ist, ob es einen Selbstbehalt gibt und wie hoch er ist.

Teure Autos in Portugal und Spanien
Billiger als im Vorjahr waren Mietautos in Zypern, deutlich teurer in Portugal und Spanien mit bis zu 33 Prozent. Geringe Preissteigerungen gab es auf den griechischen Inseln und auf Malta. In Antalya und Italien sind die Preise um durchschnittlich 10 Prozent gestiegen, ergab der AK-Test.

Viele Anbieter haben zwei Preisvarianten. Online-Buchungen sind in der Regel günstiger als die Bezahlung direkt am Urlaubsort. So kostete die Online-Buchung mit sofortiger Bezahlung bei Avis um bis zu 20 Prozent weniger (Antalya).
(apa/red)

21.6.2010 13:52
abuklaus, 21. 06. '10 22:49
Äpfel und Birnen
Ist es der AK nicht möglich eine bestimmte Type mit identer oder zumindest vergleichbarer Ausstattung sowie Kasko (gleicher Selbstbehalt und Leistungsumfang) gegenüber zu stellen?
Extras wie "Personeninsassenunfall" brauchen im Preisvergleich nicht berücksichtigt werden bzw. können extra ausgewiesen werden.
Und Preissteigerungen gibt es überall, auch in Österreich. Das Zypern endlich billiger wird ist erfreulich, vor 10 Jahren bezahlte man dort noch das Doppelte der heutigen Preise.
Wichtiger wäre die Kunden auf die Abzocke mit diversen Gebühren (voller Tank - wer bezahlt, etc.) sowie auf die Versuche Vorschäden dem nächsten Kunden ebenfalls anzudrehen, hin zu weisen.