Der nächste Job wartet gleich um die Ecke:
Österreichs Arbeitsmarkt hat Kurve gekratzt
- Arbeitslosigkeit geht im Juni um 7,3 Prozent zurück
- AMS-Vorstand Johannes Kopf gibt Tipps zur Jobsuche
·Der nächste Job
wartet um die Ecke
Österreichs Arbeitsmarkt
hat die Kurve gekratzt
·Jobs für Jugendliche
werden noch seltener
Junge Arbeitslosigkeit
nimmt weiterhin stark zu

Lange vermisst, bald wieder im Lande: Das um sich greifende Wirtschaftswachstum beschert uns allmählich wieder, was Österreich so dringend braucht - Jobs, Jobs, Jobs. Die Arbeitslosigkeit hat im Juni um 7,3 Prozent nachgelassen, erstmals seit fast zwei Jahren ist die Zahl der Menschen ohne Job insgesamt zurückgegangen. Weil das Pflänzchen Beschäftigungsplus aber noch ein zartes bleibt, sind zukunftssichere Arbeitsplätze nicht immer ganz einfach zu finden. NEWS.at hilft dabei - und lässt sich von AMS-Vorstand Johannes Kopf ein paar Tipps geben.
"Wir haben eine eindeutige Stabilisierung der Wirtschaft und - was uns sehr freut - auch eine steigende Beschäftigung", frohlockt Johannes Kopf im Gespräch mit NEWS.at. "Im Juni wird die Arbeitslosigkeit auch unter Berücksichtigung der Schulungen erstmals wieder sinken", verkündet der AMS-Vorstand die frohe Botschaft. Im Vergleich mit dem Juni des Vorjahres ist die Zahl der Arbeitslosen um 7,3 Prozent auf 212.753 zurückgegangen. Selbst unter Berücksichtigung der Schulungsteilnehmer haben damit um 2,5 Prozent mehr Menschen einen Job als vor einem Jahr.
Alles eitel Wonne? Nicht ganz: Immerhin hat die Krise am Arbeitsmarkt kräftig umgerührt, während die Industrie besonders gelitten hat, sind andere Bereiche weniger betroffen. "Es gibt neue Jobs in der Erziehung und Pflege, der Tourismus funktioniert wieder und selbst die Industrie zieht allmählich an", meint Kopf, um jedoch bedauernd festzustellen: "Wir haben nicht so viele offene Stellen gewonnen, wie wir sie durch die Krise verloren haben."Gerade in der Industrie ist die Anzahl der offenen Stellen um mehr als ein Drittel gegenüber 2007, dem Jahr vor der Krise, zurückgegangen.
In anderen Branchen darf man hingegen mit einem vergleichsweise großen Jobangebot rechnen: Etwa im Handel ist die Zahl offener Stellen laut Daten des AMS zwischen 2010 und 2007 nahezu konstant geblieben. Besonders zukunftsträchtig sind ferner Jobs im Gesundheitsbereich, wo es heute fast doppelt so viele Arbeitsplätze wie noch vor drei Jahren gibt. Auch im Tourismus ist der Arbeitskräftebedarf inzwischen größer als im Jahr 2007.
Frühe Vögel und Spatzen in der Hand
Egal für welche Branche man sich entscheidet, ein Devise gilt überall: "Der frühe Vogel fängt den Wurm. Verliert man seinen Arbeitsplatz, muss man so rasch wie möglich mit der Jobsuche beginnen. Die Chancen, einen Job zu finden nehmen nämlich aufgrund der nachlassenden eigenen Motivation und der Wirkung auf Arbeitgeber ab, je länger die Suche dauert.", erläutert Kopf.
Immerhin besteht ja auch die Möglichkeit, Phasen ohne Job mit Weiterbildungskursen auszufüllen. Dabei unterstützen AMS und andere Institute wie etwa der Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds. "Die Zeiten sind auch für berufliche Neuorientierungen wieder besser", bestätigt der AMS-Vorstand, um zu betonen: "Egal wie die Wirtschaftssituation ist - wenn man einen neuen Job sucht, sollte man nicht voreilig kündigen. Hat man ein Anstellungsverhältnis, wirft man seinen Job besser erst hin, wenn man bereits eine neue Stelle hat." Denn auch wenn wir uns langsam wieder auf ein üppigeres Stellenangebot freuen dürfen - oft ist der Spatz in der Hand eben doch besser als die Taube am Dach.
Finden Sie heraus, wie viele Stellen in welchen Branchen unbesetzt sind und wo in Österreich es noch Jobs gibt!
(mei)
