Obama schickt BP dritte Millionenrechnung:
Regierung will 51,4 Mio. $ vom Ölkonzern
- BP-Chef gibt Aufsicht über Katastrophe großteils ab

·Ölpest: BP-Schiff
setzt Abpumpen fort
Betrieb wegen einer
Panne unterbrochen
·Öl könnte noch vier Jahre lang sprudeln
"Kopfwäsche" für BP-Chef
vor dem US-Kongress
·Obama spricht Menschen Mut zu
Region werde besser dastehen als vor Ölpest
·Ölpest kostet BP bisher 1,6 Mrd. Dollar
Präsident Obama steht unter Handlungsdruck
·Ölpest - Am 20. April beginnt das Unglück
Eine Chronologie der schrecklichen Katastrophe
·Ölpest viel schlimmer
als bisher gedacht
Bis zu 6,4 Mio. Liter Öl sprudeln täglich ins Meer
·Bereits 70 Personen
in Louisiana erkrankt
Ölpest: Skurrile Wette - BP-Aktie bricht weiter ein
·Livestream vom Grund des Meeres
Bereits hunderte Millionen
Liter Öl ins Meer geströmt
Währenddessen hat die Regierung von US-Präsident Barack Obama dem BP-Konzern ihre inzwischen dritte Rechnung für den Kampf gegen die Ölpest geschickt. Sie betrage 51,4 Mio. Dollar (41,8 Mio. Euro), teilte die Einsatzleitung mit. Damit haben die USA dem britischen Energieriesen bisher insgesamt 122,3 Mio. Dollar in Rechnung gestellt. Die ersten beiden Zahlungen habe BP "in vollem Umfang" geleistet.
Die Bundesbehörden weiteten zudem die Fischerei-Verbotszone im Golf von Mexiko um rund 15.500 Quadratkilometer auf nun rund 225.300 Quadratkilometer aus - ein Fläche so groß wie Rumänien. Damit seien 36 Prozent der von der Bundesregierung überwachten Gewässer für den Fischfang gesperrt, teilt die Einsatzleitung weiter mit.
BP-Chef gibt Aufsicht ab
Der umstrittene BP-Chef Tony Hayward hat inzwischen Leitung im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko weitgehend abgegeben. Hayward werde das Tagesgeschäft einer Einheit unter Bob Dudley überlassen, aber die Oberaufsicht behalten, sagte BP-Stabschef Steve Westwell am Dienstag auf einer Veranstaltung, an der eigentlich Hayward teilnehmen sollte. Er wurde mehrfach von Umweltschützern unterbrochen.
Neue Ölkatastrophe: Ägyptische Strände betroffen
Unterdessen ist eine neue Öl-Katastrophe ans Licht gekommen:
Vor der Küste des ägyptischen Badeortes Hurghada am Roten Meer treibt nach einem Leck in einer Bohrplattform ein Ölteppich. Auch Urlauberstrände wurden verschmutzt. Ein ägyptischer Regierungssprecher erklärte am Montag, die Menge sei "begrenzt", nannte aber keine Einzelheiten. Der Ölteppich sei in der vergangenen Woche entdeckt worden und inzwischen weitgehend eingedämmt.
Unfall tagelang verschwiegen
Die Ölgesellschaft in der Hafenstadt Suez erklärte, der Ölteppich habe die Küste in einer Länge von 160 Kilometern verschmutzt. Auch Urlauberstrände seien betroffen. Verursacht wurde die Verschmutzung den Angaben zufolge von einem Leck auf einer Bohrplattform nördlich von Hurghada. Der Badeort ist eines der wichtigsten Touristenzentren in Ägypten. Die Regierung schwieg tagelang zu dem Ölunfall. Grund dafür ist möglicherweise die Sorge, dass der Ölteppich Touristen verschrecken könnte.
(apa/red)
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