Montag, 21. Juni 2010

Bub sechs Monate in Zimmer eingesperrt: Eltern misshandelten ihren 10-jährigen Sohn

  • Grausam: Musste in einem Bett voller Urin schlafen
  • Polizei fand Jungen unternährt, verängstigt und müde

Über sechs Monate soll ein Ehepaar in Florida ihren zehn Jahre alten Sohn die meiste Zeit in seinem Zimmer eingesperrt haben, als Nahrung gab es nur Wasser und Brote mit Erdnussbutter. Jetzt wurden Thomas und Kimberly Boone aus Port Charlotte wegen Kindesmisshandlung angeklagt. Im Zimmer des Buben fanden Ermittler nur eine schmutzige Matratze.

Auf dem blanken Boden und im Bett seien derweil Exkremente und Urinpfützen zu sehen gewesen, heißt es in dem Polizeibericht. Die Behörden waren den Angaben zufolge auf die Zustände nur aufmerksam geworden, nachdem der Vater seinen Sohn bei der Polizei als vermisst gemeldet hatte. Nach fünf Stunden entdeckten ihn die Ermittler: Auf der Suche nach Essen war er aus seinem Zimmer entkommen und hatte sich dann in einem Badezimmerschrank aus Angst vor den Eltern versteckt, wie es in dem Bericht weiter heißt. Er sei seit Dezember 2009 die meiste Zeit eingesperrt gewesen, zu Trinken habe es nur ein wenig Wasser und zu Essen Brote mit Erdnussbutter gegeben.

Bett voller Urin
Ermittler beschrieben ihn als unterernährt, verängstigt und müde. "Der Bub wurde nur herausgelassen, wenn er zur Schule ging oder wenn die Familie wegfuhr", schrieben die Ermittler weiter. "Weil der Bub in seinem Zimmer eingeschlossen war, musste er seine Notdurft in seinem Zimmer und in seinem Bett verrichten. Das Kind musste in einem Bett voller Urin schlafen, und als Bestrafung musste es sein Gesicht in den Urin und die Fäkalien drücken."

Der Vater und seine zweite Frau wurden festgenommen, dann aber gegen Kaution wieder auf freien Fuß gesetzt. Der Bub wurde in ein Krankenhaus gebracht und nach einer Dusche und einer Mahlzeit entlassen, berichtete der Sender WZVN.

(apa/red)

21.6.2010 22:03
brabus, 22. 06. '10 12:25
Kindesmisshandlung
Keinem Tier dieser Welt, und wenn es noch so primitiv ist würde es einfallen, seine Nachkommen zu misshandeln oder zu quälen. Solche 'Menschen' haben es nicht verdient, Mensch genannt zu werden.