Bischöfe beraten über Missbrauchsfälle:
Anzahl der Kirchenaustritte weiterhin hoch
- Schärfere Regeln für Priesterausbildung gefordert
- 80.000 Österreicher könnten Kirche 2010 verlassen

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Beide Fälle liegen mehr
als 30 Jahre zurück
·Deutscher Bischof hat
sich erstmals geäußert
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·Missbrauch: Papst bittet um Vergebung
Kirchenoberhaupt setzt spätes Zeichen der Reue
Österreichs Bischöfe beraten im steirischen Mariazell künftige Konzepte im Umgang mit Missbrauch in Kirchenkreisen. Dabei sollen schärfere Regeln für die Priesterausbildung und eine Anzeigepflicht für Kirchenmitarbeiter beschlossen werden. Die Kiche ist unterdessen weiterhin mit hohen Austrittszahlen konfrontiert.
Es sei nicht unrealistisch, dass bis zu 80.000 Menschen die katholische Kirche in diesem Jahr verlassen, sagte der Leiter der Kirchenbeitragsstelle der Erzdiözese Wien, Josef Weiss, im Ö1-"Morgenjournal". Genaue Zahlen will Kardinal Christoph Schönborn in einer Pressekonferenz am Mittwoch bekanntgeben. Auch neue Regelungen zum Umgang mit Missbrauch wollen die Bischöfe in diesen Tagen beschließen.
Die von Kardinal Christoph Schönborn eingesetzte Opferanwältin Waltraud Klasnic wird ebenfalls in Mariazell eintreffen und über die Tätigkeit ihrer Kommission berichten.
Bis Mittwoch berät die Bischofskonferenz unter anderem über die Missbrauchsfälle und den Konsequenzen daraus. Eine eigens eingerichtete Kommission unter dem Vorsitz des Wiener Generalvikars Franz Schuster hat dazu Vorschläge erarbeitet.
(apa/red)
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