Bürgermeister-Wahl: Strache verspricht Errichtung einer Sicherheitswacht für Wien
- 1.000 zusätzliche Einsatzkräfte gefordert. UMFRAGE
- Parteitag: FPÖ-Chef mit 99,12 Prozent wiedergewählt

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Das Thema Sicherheit spielt im kommenden FPÖ-Wahlkampf eine große Rolle. Strache kündigte die Einrichtung einer Sicherheitswacht nach bayerischem Vorbild an. Die Kriminalität steige Monat für Monat weiter an, beklagte er in seiner Rede beim 32. Landesparteitag der Wiener FPÖ. Wien brauche einen "blauen Hausmeister", so Strache, denn der "rote Hausmeister" Häupl habe versagt. Strache ist mit 99,12 Prozent als Landesparteiobmann der Wiener Freiheitlichen wiedergewählt worden.
Es gab auch diesmal weder einen Gegenkandidaten noch Gegenstimmen. 339 der 342 abgegebenen Stimmen entfielen demnach auf Strache, drei waren ungültig.
Strache ist bereits seit 2004 Wiener FPÖ-Chef. Als Nachfolger von Hilmar Kabas kam er bei seiner ersten Wahl auf 84,6 Prozent. Zwei Jahre später - in der Zwischenzeit hatte sich das BZÖ abgespaltet - erreichte er 93,75 Prozent der Stimmen der Parteitagsdelegierten.
Strache will Sicherheitswacht schaffen
Bei seiner Rede am Parteitag kündigte Strache eine neue Sicherheitswacht an. Wenn er Bürgermeister werde sollte, werde er die Unterbesetzung der Exekutive beenden und falls notwendig tausend zusätzliche Sicherheitskräfte zur Unterstützung der Polizei schaffen. Finanziert werden solle dies durch ein Aus für die Subventionen an "SPÖ-nahe Vereine". Die Wiener Sicherheitswacht würde die Polizei bei ihren Einsätzen etwa in der U-Bahn oder in Parks unterstützen, skizzierte Strache das Tätigkeitsfeld der neuen Truppe.
Dankesrede: "Werde Euch nicht enttäuschen"
Nach seinem Einzug zu den Klängen der "Carmina Burana" bedankte sich Strache "für das großartige und ehrliche Vertrauen": "Ich werde Euch nicht enttäuschen." Per offener Abstimmung wurde der frischgebackene Alt-Neoparteichef sogleich von den Delegierten zum Spitzen- und damit Bürgermeisterkandidaten für die am 10. Oktober anstehende Wien-Wahl ernannt - ohne jegliche Gegenstimme.
Konkurrenz von FP-Chef genervt
Heftige Repliken hat die Rede Straches von der politischen Konkurrenz provoziert. "Strache hat sich einmal mehr mit seinen primitiven Sprüchen entlarvt", beschied etwa SPÖ-Bundesgeschäftsführer Kräuter. "Straches weinerlicher Auftritt unterstreicht seine Nervosität und Panik vor dem 10. Oktober 2010", erinnerte der Wiener SP-Parteisekretär Deutsch an den nahenden Wahltermin. "Strache ist die politische Vuvuzela der Wiener Kommunalpolitik - er ist laut, es kommt immer dasselbe und niemand will es wirklich hören", bemühte ÖVP-Landesgeschäftsführer Walter einen Vergleich aus dem Umfeld der laufenden Fußball-WM. "FP-Obmann Strache sitzt auf einem sinkenden Schiff und schlägt deshalb verbal um sich", griff die grüne Klubobfrau Vassilakou zu nautischer Metaphorik.
(apa/red)

