Familie Dichand lehnt Verkauf strikt ab:
Erben behalten 50 Prozent-Anteil an "Krone"
- Dichands wollen WAZ-Anteile vielmehr zurückkaufen
- Deutscher Hälftepartner verlangt rund 200 Mio. Euro

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mit 89 Jahren verstorben
Die Familie Dichand will ihren 50 Prozent-Anteil an der "Kronen Zeitung" nach dem Tod des "Krone"-Herausgebers nicht an die deutsche WAZ verkaufen. Dies stellten die Dichand-Erben klar. Hälftepartner WAZ hatte nur einen Tag nach dem Ableben des legendären Zeitungsmachers Interesse an einer Übernahme der Anteile der Dichand-Erben postuliert.
"Wir denken nicht daran, etwas zu verkaufen", stellte die Familie Dichand dazu nun klar. Vielmehr bereite man gerade ein Angebot für den Rückkauf der WAZ-Anteile vor.
Uneinigkeit über Kurs
Zwischen Hans Dichand und der WAZ gab es in den vergangenen Jahren unterschiedliche Auffassungen über Kurs und Ausrichtung von Österreichs größter Tageszeitung. Vergangenes Jahr hatte die WAZ Dichand deshalb angeboten, bei der "Krone" auszusteigen. Gespräche über einen Rückkauf des 50 Prozent-Anteils scheiterten jedoch am Preis. Die WAZ verlangte rund 200 Millionen, Dichand hätte um die 150 geboten. Die Familie Dichand hielt am Wochende indes fest, dass der deutsche Konzern bisher immer erklärt habe, selber seine "Krone"-Anteile verkaufen zu wollen.
Das Nachrichtenmagazin "profil" berichtet in seiner aktuellen Ausgabe, dass sich die Dichand-Erben mit Ehefrau Helga und den Kindern Michael, Johanna und Christoph nun zusammenraufen müssen, um der erstarkten WAZ Paroli bieten zu können. Im Gesellschaftervertrag sei nämlich ausdrücklich festgehalten, dass Bevollmächtigte zu bestellen sind, wenn mehrere Personen erbberechtigt sind, weil sonst das Stimmrecht ruht.
Irritationen um die Eigentumsverhältnisse der "Krone" sollen laut "profil" in den vergangenen Wochen übrigens auch die Politik erreicht haben. Demnach habe Bundeskanzler Faymann verhindern wollen, dass Dichand den Hälfte-Anteil der WAZ mit Hilfe von Raiffeisen zurückkauft.
(apa/red)
