"Krone Zeitung"-Chef Hans Dichand ist tot: Zeitungsmacher mit 89 Jahren verstorben
- Dichand "Cato" vor einer Woche ins Spital gebracht
- Herausgeber bekannt für politische Einflussnahme

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Der legendäre Chef der "Kronen Zeitung", Hans Dichand, ist tot. Der 89-jährige Herausgeber und Hälfteeigentümer des Boulevardblatts verstarb am Donnerstagvormittag im Wiener AKH, wo er seit seiner Einlieferung vor einer Woche behandelt wurde. In Österreichs Politik und Medienlandschaft herrschte Betroffenheit.
Der mächtige Zeitungsmacher hatte Zeit seines Lebens seinen starken und oft kritisch beurteilten Einfluss auf die Republik zur Geltung gebracht. Er war bis zuletzt operativ in der "Kronen Zeitung" tätig gewesen. So wurde er auch am Donnerstag der Vorwoche direkt vom Pressehaus in der Muthgasse im 19. Wiener Gemeindebezirk ins AKH eingeliefert. Dort wurde er versteckt vor der Öffentlichkeit behandelt, bis er am Donnerstagvormittag aus dem Leben schied.
Politik und Medien zeigten sich betroffen: Bundespräsident Fischer würdigte Dichand als eine Persönlichkeit, die mehr als ein halbes Jahrhundert lang auf dem Mediensektor mit großem Einfluss tätig war und die Medienlandschaft entscheidend mitgeprägt habe. Bundeskanzler Faymann war "tief erschüttert" vom Tod des "Krone"-Herausgebers, zu dem er stets ein enges Verhältnis pflegte. Vizekanzler Pröll würdigte Dichands "journalistisches Gespür" und seine "herausragende Qualität als Blattmacher".
Betroffen zeigten sich auch die Landeshauptleute und Parteichefs aller politischen Couleurs. Als "außergewöhnlichen und großen Österreicher" würdigte auch FPÖ-Präsidentschaftskandidatin Rosenkranz, die sich im Wahlkampf auf Geheiß Dichands eidesstattlich vom Nationalsozialismus distanziert hatte, den Zeitungsmacher.
(apa/red)
