Freitag, 18. Juni 2010

Red Bull hat Hälfte des Gewinns eingebüßt: Profite in den Krisenjahren weggebrochen

  • 2007 noch 234 Mio. €, 2009 nur mehr 123,1 Mio. €
  • Trotzdem noch eines der reichsten Unternehmen in Ö

Der Salzburger Energydrink-Hersteller Red Bull hat in den krisenbedingten beiden Geschäftsjahren 2008 und 2009 jeweils die Hälfte des Gewinns eingebüßt. "Die Profite brechen weg", schreibt "Format". Lag der Gewinn im Jahr 2007 noch bei stolzen 234 Mio. Euro, waren es in den beiden darauffolgenden Jahren fast um die Hälfte weniger: 120,7 Mio. Euro (2008) und 123,1 Mio. Euro (2009).

Für 2008 sei dem Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz gleich zu Beginn des Vorjahres noch ein Gewinnanteil von 40 Mio. Euro Cash überwiesen worden, weitere 40 Mio. Euro sollen in den nächsten Wochen fließen, wenn es nach dem Willen des drittreichsten Österreichers gehe, so das "Format". Doch für 2009 stehe der Gewinnverwendungsbeschluss noch aus. Das Okay seiner Mitgesellschafter fehle noch.

Mateschitz hält 49 Prozent
Mateschitz hält 49 Prozent an der Red Bull GmbH, der Rest gehört der thailändischen Unternehmerfamilie Yoovidhya. Die Jahresabschlüsse 2008 und 2009 wurden dem Landesgericht Salzburg laut "Format" Ende Mai vorgelegt.

60 Mio. Euro gespart
"2008 war durch (...) einen Rückgang des Gewinns gekennzeichnet", heißt es im Red-Bull-Lagebericht lapidar. "2009 war durch einen leichten Umsatzrückgang (...) gekennzeichnet. Der Jahresumsatz betrug 1,85 Mrd. Euro, was einem Rückgang von 2 Prozent entspricht (...)." Dass der Gewinn nicht kollabierte, lag laut "Format" am dramatischen Cost Cutting: Bei Material und Marketing wurden rund 60 Mio. Euro gespart.

Eines der reichsten Unternehmen
Trotz der gebremsten Ergebnisentwicklung zählt Red Bull mit 788 Mio. Euro Eigenkapital zu den reichsten Unternehmen Österreichs. Per Ende 2009 beschäftigte der Energydrink-Spezialist 6.900 Mitarbeiter in 160 Ländern (Ende 2008: 5.683 in 148 Ländern). (apa/red)

18.6.2010 12:10