Der Staat in der Pensionsklemme: Renten
kosten den Bund schon 4,3 Milliarden Euro
- Bundeszuschüsse haben sich zuletzt fast verdoppelt
- Senioren fordern eine Reform des Pensionssystems

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Durchschnittsalter laut
Lopatka bei 51 Jahren
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Sondereffekte bescheren Bundesbahnen ein Plus
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Umsatz am Wochenende beinahe verdoppelt
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Bayern expandieren
PLUS: Müssen 300 Mio. Euro Steuern nachzahlen
·Bei Verspätungen
gibt es nun Bares
ÖBB müssen ihre
Kunden entschädigen
Pensionen kommen den Staat immer teurer zu stehen: Aufgrund Wirtschaftskrise und hoher Arbeitslosigkeit muss der Bund heuer bereits 4,3 Milliarden Euro für Rentner locker machen. Weil der Betrag der Bundeszuschüsse noch vor fünf Jahren lediglich 2,3 Milliarden Euro betrug, werden nun Stimmen laut, die eine Reform des Pensionssystems fordern.
Aus den jüngsten Zahlen der Pensionsversicherung (PVA) geht hervor, dass der Bundeszuschuss heuer mit 4,33 Milliarden erstmals die 4-Milliarden-Marke durchbrechen wird. Im Jahr 2005 hatte der Bundeszuschuss zu den Pensionen noch 2,33 Mrd. Euro betragen, im Vorjahr war der Bundesbeitrag auf 3,56 Mrd. Euro gestiegen.
Im Sozialministerium weist man zwar darauf hin, dass der Bundesbeitrag gemessen am Bruttoinlandsprodukt praktisch unverändert geblieben sei. So habe er im Jahr 2003 1,52 Prozent des BIP ausgemacht und liege heuer genau gleich hoch. Hauptgrund für den unverhältnismäßig hohen sei die Wirtschaftskrise und die hohe Arbeitslosigkeit.
Kein Kopfzerbrechen
Der gestiegene Bundeszuschuss löst bei Sozialminister Hundstorfer allerdings "kein Kopfzerbrechen" aus. Hundstorfer verwies darauf, dass der Bundesbeitrag zwar nominell ansteige, gemessen am Bruttoinlandsprodukt aber stabil bleibe. "Ein bisserl Kopfweh" hat der Sozialminister jedoch, wenn er an die Zukunft denkt.
Senioren für Sanierung des Pensionssystems
Die beiden Präsidenten des Seniorenrats, Andreas Khol und Karl Blecha, haben sich unterdessen für eine Sanierung des staatlichen Pensionssystems ausgesprochen. Die Hacklerpension müsse "systemverträglich" neu geordnet werden, die Invaliditätspension, die ÖBB-Pensionen und die Länder-Pensionsversicherungsanstalten müssten auf die Reihe gebracht werden, forderte etwa Khol.
Finanzstaatssekretär Lopatka drängt auf eine Änderung der Sonderpensionsformen und der Sonderregelungen bevor man eine Diskussion über das gesamte Pensionssystem beginnt. Konkret nannte Lopakta neben Beamtenpensionen der Länder sowie der ÖBB und der Nationalbank auch die Hackler-Regelung.
(apa/red)

