Erster afrikanischer Sieg in Südafrika:
Ghana ließ ganz Afrika mit 1:0-Erfolg jubeln
- Gyan: "Alle Afrikaner sind hinter uns gestanden"
- Serben suchen nach der Niederlage nach Ausreden

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Ghana hat einen ganzen Kontinent in Jubelstimmung versetzt. Der 1:0-Erfolg der "Black Stars" in Pretoria über Serbien bedeutete den ersten Sieg einer afrikanischen Mannschaft bei der WM in Südafrika, dementsprechend groß war die Freude beim Elfmeter-Torschützen Asamoah Gyan. "Alle Afrikaner sind hinter uns gestanden. Wir haben das Spiel für sie gewonnen. Ganz Afrika wird genießen, was wir geschafft haben", frohlockte der Rennes-Stürmer.
Gyan hatte nach eigenen Angaben keinen Zweifel daran, dass er den Strafstoß verwerten würde. "Ich habe überhaupt keinen Druck gespürt, denn ich habe in Frankreich eine gute Saison gespielt und bin voller Selbstvertrauen." Der Angreifer profitierte von einem Blackout von Zdravko Kuzmanovic, der sechs Minuten vor Schluss im eigenen Strafraum unmotiviert mit der Hand nach dem Ball griff. "Wir waren taktisch perfekt, haben auf die Fehler der Serben gewartet und dann auch einen ausgenützt", meinte der zum "Man of the Match" gewählte Gyan.
Mit seinem Gold-Tor brachte der 24-Jährige sein Team dem Achtelfinal-Aufstieg ganz nahe. Bei einem Punkteverlust der Serben gegen Deutschland würde Ghana ein Sieg über die gegen die DFB-Elf hilflosen Australier reichen, um wie bei der WM 2006 in die Runde der letzten 16 einzuziehen.
In den Straßen von Pretoria wurde der Triumph der Ghanaer ausgiebig gefeiert, bei deren Teamchef Milovan Rajevac wollte hingegen keine rechte Partystimmung aufkommen - schließlich dürfte sein wohl wichtigster Erfolg gleichbedeutend mit dem vorzeitigen Turnierabschied seines Heimatlandes sein. "Natürlich war es für mich persönlich ein großer Sieg, aber mir tut es auch für das serbische Team leid", erklärte der Coach.
Serben suchen nach Ausreden
Die Serben erwiesen sich danach als schlechte Verlierer. Marko Pantelic etwa machte für die Niederlage den Vuvuzela-Lärm verantwortlich, der eine Kommunikation auf dem Platz unmöglich gemacht hätte.
Nemanja Vidic gab dem schon im Vorfeld heftig kritisierten WM-Ball die Schuld am Aussetzer von Kuzmanovic. "Der Ball ist schwierig zu kontrollieren, nicht nur mit dem Fuß, sondern auch in der Luft", vermutete der Innenverteidiger von Manchester United. Sein Teamchef Radomir Antic wiederum stieß sich an der Gelb-Roten Karte für Aleksandar Lukovic wenige Minuten vor dem Gegentor. "Der Ausschluss war zu hart und hat das Match zu unseren Ungunsten beeinflusst, und dann hat der Fehler von Kuzmanovic den Unterschied ausgemacht", vermutete der Trainer.
(apa/red)


















