Freitag, 18. Juni 2010

L.A. Lakers räumen wieder den Titel ab:
16. Meisterschaft für die Stadt der Engel

  • 83:79-Heimsieg im Heimspiel gegen Boston Celtics
  • Kobe Bryant als MVP der Finalserie ausgezeichnet

Die größte Rivalität der NBA ist um ein Kapitel reicher. Die Los Angeles Lakers haben ihren Titel gegen die Boston Celtics erfolgreich verteidigt. Die Startruppe aus Kalifornien setzte sich im alles entscheidenden siebenten Finalspiel gegen den Erzrivalen mit 83:79 durch. Der Triumph bescherte den Lakers ihre 16. Meisterschaft.

Spiel sieben hatte das erwartete Drama gebracht. Die Lakers waren über weite Strecken zurückgelegen - auch, weil Superstar Kobe Bryant im vielleicht wichtigsten Spiel seiner Karriere Nerven zeigte. Der 31-Jährige verwertete nur sechs seiner 24 Würfe aus dem Feld, war mit 23 Punkten und 15 Rebounds dennoch Topscorer und wurde wie im Vorjahr auch zum wertvollsten Spieler der Finalserie ("MVP") gewählt. Mit fünf Titeln fehlt Bryant nur noch einer auf Michael Jordan.

"Dieser Titel ist mit Abstand der schönste, weil es der bisher schwierigste war", erklärte Bryant. "Und weil wir ihn gegen sie gewonnen haben." Sie, das sind die Boston Celtics. Vor zwei Jahren hatten die Lakers im Finale gegen den Erzrivalen noch mit 2:4 den Kürzeren gezogen. Die beiden erfolgreichsten Teams der NBA-Geschichte haben mehr als die Hälfte aller Titel (33 von 65) geholt, sind einander bisher zwölfmal im Finale gegenübergestanden. Neunmal gingen die Celtics als Sieger vom Parkett.

Lakers bei Offensivrebounds stark
Diesmal hatten die Lakers das bessere Ende für sich, weil die Celtics nicht fähig waren, die abspringenden Bälle unter dem eigenen Korb zu kontrollieren. Die Lakers holten unglaubliche 23 Offensiv-Rebounds, verkrafteten dadurch auch ihre miserable Trefferquote von 32,5 Prozent.

Matchwinner für die Lakers waren in einer intensiv geführten Partie vor allem Pau Gasol und Ron Artest. Der Spanier Gasol markierte 19 Punkte und 18 Rebounds, Defensivspezialist Artest kam auf 20 Zähler.

Während den Lakers als erstem Team seit ihnen selbst 2002 eine erfolgreiche Titelverteidigung gelang, wurden in der Celtics-Kabine Tränen vergossen. Beste Werfer des Rekordmeisters waren dessen Stars Paul Pierce und Kevin Garnett mit 18 bzw. 17 Punkten. Spielmacher Rajon Rondo kam auf 14 Zähler und zehn Assists.


(apa/red)

18.6.2010 22:01