Zahlreiche Tote bei Anschlägen in Bagdad:
Zwei Autobomben in Hauptstadt explodiert
- Viertel im Westen betroffen: 55 Menschen verletzt
- Bomben vor einem Passamt und einer Bank gezündet

Bei der Explosion zweier Autobomben vor einem Amtsgebäude im Bagdader Stadtviertel Al-Maamun sind mindestens 27 Menschen getötet worden. 55 Menschen erlitten Verletzungen, teilte die Polizei in Bagdad mit. Eine der Bomben explodierte vor einem Passamt, die andere nahezu zeitgleich vor einer Bank in unmittelbarer Nachbarschaft. Auch Sicherheitskräfte waren unter den Opfern, hieß es.
Die Wirkung war deshalb verheerend, weil sich zum Zeitpunkt des Anschlags große Menschenmengen vor dem Passamt angestellt hatten. Der Sonntag ist der erste Werktag in der islamischen Woche. Die angegriffene staatliche Bank ist Ansprechpartner für ausländische Investoren in dem Golfstaat. Erst vor einer Woche hatten Selbstmordattentäter bei einem Angriff auf die Zentralbank den Tod von 18 Menschen verursacht.
Unter den Toten des jüngsten Anschlags waren nach Angaben aus der Bank mehrere Wachleute. Es seien auch mindestens zwei Polizisten ums Leben gekommen, die nebenan das Passamt bewacht hatten, hieß es in Kreisen des Innenministeriums.
Weiteren Anschlägen und Überfällen fielen in Bagdad neun Menschen zum Opfer, berichtete die Nachrichtenagentur Aswat al-Iraq. Am Samstag war bei einer Protestkundgebung wegen der häufigen Stromausfälle in der südlichen Hafenstadt Basra ein Mann getötet worden, als die Polizei mit Warnschüssen gegen steinewerfende Demonstranten vorging.
(apa/red)
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