Donnerstag, 17. Juni 2010

Böse Überraschung für Patient am Telefon:
"Tut mir leid, Sie sind bereits verstorben"

  • Krankenhaus in England lehnte Behandlung ab
  • Quicklebendiger Mann war in Akten als tot angeführt

Alan Campbell, ein früherer Krebspatient, wollte in einem englischen Krankenhaus einen Termin für eine Behandlung ausmachen. Geht nicht, sagte man ihm - denn laut Akten sei er bereits verstorben. "Sie machen Witze! Ich bin erst 63 - und ich rede gerade mit Ihnen, oder nicht?", entgegnete der frühere Lastwagenfahrer aus Blackburn am Telefon. Doch es half alles nichts. Der quicklebendige Patient war in den Akten des Spitals als "tot" aufgeführt. Die Bürokratie hat schließlich immer Recht.

Campbell hatte bis vor kurzem an Hautkrebs gelitten. Drei Operationen hat der 63-Jährige deswegen hinter sich, berichtet die Nachrichtenagentur "Press Association". Als bei ihm Halsschmerzen auftraten, bekam Campbell Angst, dass sich die Krankheit erneut ausgebreitet haben könnte. Daraufhin wollte er zu Untersuchungszwecken einen Termin im Krankenhaus vereinbaren.

Doch daraus wurde nichts. "Entschuldigen Sie, wir können Ihnen keinen Termin geben. Laut unseren Unterlagen sind Sie verstorben', lautete die knappe Erklärung. Das Krankenhaus verwies Campbell zu seinem Hausarzt, um die Angelegenheit zu klären. "Ich konnte es nicht fassen. Ich war baff", zitiert ihn die Nachrichtenagentur. "Ich bin bestimmt keiner, der sich oft beschwert. Aber wenn dir jemand sagt, dass du tot bist, dann schon!"

Die britische Gesundheitsbehörde NHS hat sich für den Vorfall mittlerweile entschuldigt und Campbell versprochen, so bald wie möglich einen Untersuchungstermin zu verschaffen, berichtet der "Mirror" in seiner Online-Ausgabe.

(red)

17.6.2010 16:57
brabus, 18. 06. '10 10:23
Bürokratie
Wenn Bürokratie den gesunden Menschenverstand lähmt dann läuft was falsch. Ob die Krankenhausverwaltung außer einer Entschuldigung sonst noch etwas getan hat, damit solche Dinge nicht mehr passieren ist zu bezweifeln.