Verzweifelter Kampf gegen die Ölpest in
den USA: Obama spricht Menschen Mut zu
- Region werde am Ende besser dastehen als davor
- Täglich fließen ca. acht Millionen Liter Öl ins Meer

·Ölpest kostet BP bisher 1,6 Mrd. Dollar
Präsident Obama steht unter Handlungsdruck
·Ölpest - Am 20. April beginnt das Unglück
Eine Chronologie der schrecklichen Katastrophe
·Ölpest: Druck auf BP ständig am Wachsen
Obama fordert Schaden- ersatz und Lösungspläne
·Absaug-Kapazität wird fast verdoppelt
Neue Ausrüstung im Kampf gegen die Ölpest
·Ölpest viel schlimmer
als bisher gedacht
Bis zu 6,4 Mio. Liter Öl sprudeln täglich ins Meer
·Bereits 70 Personen
in Louisiana erkrankt
Ölpest: Skurrile Wette - BP-Aktie bricht weiter ein
·Ölpest: Präsident auf Suche nach Schuldigen
Obama will wissen, wen er "in Arsch treten" muss
US-Präsident Barack Obama hat sich optimistisch im Kampf gegen die schon fast zwei Monate andauernde Ölkatastrophe im Golf von Mexiko gezeigt. Die Region werde am Ende besser dastehen als zuvor, sagte er: "Ich bin zuversichtlich, dass wir die Golfküste in einem besseren Zustand hinterlassen werden, als sie es vorher war."
Den Bewohnern der Katastrophenregion sicherte der Präsident Hilfe zu. Seine Regierung werde alles tun, um die Wirtschaft in den von der Ölpest betroffenen Küstenstaaten zu unterstützen. Bis Erfolge zu verzeichnen seien, werde aber noch viel Zeit vergehen, räumte Obama ein. "Ich kann den Menschen an der Golfküste nicht versprechen, dass das Öl über Nacht entfernt wird. Das wird es nicht sein. Es wird für viele Menschen schmerzhaft werden."
Fisch und Meeresfrüchte aus dem Golf von Mexiko seien trotz der Ölpest weiter für den Verzehr geeignet, erklärte Obama zudem. Die Behörden würden die Kontrollen verschärfen und die Sicherheit der Produkte zertifizieren, damit die Fischer in der Region ihre Ware problemlos absetzen könnten. "Wir wollen keine weiteren Tragödien im Gefolge der Tragödie, die wir bereits vor uns sehen", sagte der Präsident.
Obama sagte den Menschen am Golf von Mexiko zu, ihnen bei der Bewahrung ihres durch die Ölpest gefährdeten Lebensstils zu helfen. Seine Regierung werde alles in ihrer Macht stehende tun, um den typischen Lebensstil am Golf "für unsere Kinder und unsere Enkel und unsere Urenkel" zu erhalten, sagte Obama.
Auch Obamas Vorgänger George W. Bush hatte nach dem Hurrikan "Katrina" im Jahr 2005 den Bewohnern der US-Südküste versprochen, nach dem Wiederaufbau werde die Region "noch besser und stärker" dastehen als vor der Katastrophe.
Seit der Explosion der Bohrinsel "Deepwater Horizon" am 20. April sind aus der beschädigten Bohrleitung bis zu 380 Millionen Liter Öl ins Meer geflossen. Nach jüngsten Erkenntnissen treten bis zu acht Millionen Liter täglich aus, doppelt so viel wie bisher angenommen. BP hatte zuletzt über einen Absaugtrichter 2,3 Millionen Liter pro Tag abgefangen. Langfristig soll der Ölstrom durch zwei Ersatzbohrungen gestoppt werden, die voraussichtlich aber erst im August abgeschlossen sein werden.
(apa/red)
Paketfunde in Kanada10:02
Pornostar als Killer?29-jähriger Luka Magnotta soll Bekanntschaft ermordet, zerstückelt und verschickt haben
Caritas-Konferenz13:25
Eine Milliarde hungertSituation ist wegen Dürre und Nahrungsmangel in Afrika am schlimmmsten
