Tödliche Bootsfahrt am Ganges: Schiff kenterte und riss 40 Menschen in den Tod
- 60 statt 25 Insassen: Boot war vollkommen überfüllt
- Religiöse Feier am heiligen Fluss nahm fatales Ende

In Nordindien sind bei einem Schiffsunglück offenbar mehr als 40 Menschen ertrunken. Das stark überladene Boot sei während einer religiösen Zeremonie auf dem Ganges in der starken Strömung gekentert, teilte ein Behördenvertreter des Bundesstaats Uttar Pradesh mit. Mindestens 17 Fahrgäste konnten sich den Angaben zufolge schwimmend an Land retten.
Die Fähre war mit schätzungsweise 60 Fahrgästen unterwegs, aber nur für 25 zugelassen. Tödliche Schiffsunglücke sind in Indien an der Tagesordnung. Viele der kenternden Boote sind in schlechtem Zustand und überfüllt. Nur wenige verfügen über Rettungsausrüstung.
Die Opfer des Fährunglücks waren auf den Ganges hinausgefahren, um auf dem von den Hindus als heilig verehrten Fluss Gebete zu sprechen. Unter den zunächst geborgenen Opfern des Unglücks waren neun Frauen, neun Männer und sieben Kinder. 17 Fahrgäste galten auch nach Stunden als vermisst. Die Chancen, sie noch lebend zu finden, seien sehr gering, sagte ein Polizeisprecher. (apa/red)
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