Israel will Gazasteifen-Blockade auflockern:
"Schadet unserem internationalen Ansehen"
- Sozialminister Herzog sieht Zeit reif für Veränderung
- UNO darf konfiszierte Hilfsgüter nach Gaza bringen

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gegen den Iran vor
Saudi-Arabien öffnet Luftraum für eine Attacke
·Limonade und Chips für den Gazastreifen
Israel lockert Blockade - zumindest ein bißchen
·Lage im Gazastreifen für Obama "unhaltbar"
US-Präsident plant Hilfs- paket von 400 Mio. Dollar
·Ban: "Unhaltbar
und unmoralisch"
UN-Generalsekretär will Ende der Gaza-Blockade
Der israelische Sozialminister Yitzhak Herzog hat bestätigt, dass Israel die seit drei Jahren andauernde Blockade des Gazastreifens lockern will. Der Minister der Arbeitspartei sagte dem israelischen Rundfunk: "Es ist an der Zeit, dass wir die Blockade in ihrer gegenwärtigen Form beenden." Politisch habe sie keinen Wert für Israel, sondern schade dem internationalen Ansehen des Landes.
Der Sonderbeauftragte des Nahost-Quartetts (UNO, USA, EU, Russland), Tony Blair, hatte am Vortag erklärt, Israel sei "prinzipiell" zu einer wesentlichen Lockerung der Blockade des von der radikal-islamischen Palästinenser-Organisation Hamas beherrschten Gazastreifens bereit.
Blockade verfehlt ihr Ziel
Herzog erklärte, eines der Ziele der Blockade, die Freilassung des vor vier Jahren entführten israelischen Soldaten Gilad Shalit, sei bedauerlicherweise nicht erreicht worden. "Ich denke, wir haben der Europäischen Union, einschließlich Tony Blair, klargemacht, dass Israel die Art der Blockade ändern will, so dass Güter leichter in den Gazastreifen transportiert werden können." Man wolle sich bemühen, auf andere Weise zu gewährleisten, dass keine Waffen in das Palästinenser-Gebiet geschmuggelt werden.
Der frühere britische Regierungschef Blair hatte in Luxemburg bei EU-Außenministertreffen am Montag erklärt, Israel wolle die Blockade hinsichtlich Waffen und Kampfmitteln aufrechterhalten, aber wichtige Dinge des täglichen Bedarfs hereinlassen.
UNO darf Hilfsgüter nach Gaza bringen
Israel hat sich nun auch nach eigenen Angaben mit den Vereinten Nationen über den Weitertransport der Hilfsgüter für den Gazastreifen geeinigt, die bei einer Kommandoaktion gegen Schiffe mit propalästinensischer Aktivisten in internationalen Gewässern beschlagnahmt wurden. Wie die israelischen Streitkräfte am Dienstag mitteilten, wird die UNO die Nutzung der Hilfsgüter, darunter Lebensmittel, Kleidung und Medikamente, überwachen. Bisher hat die Palästinenserorganisation Hamas, die den Gazastreifen kontrolliert, die Entgegennahme der von den Israelis konfiszierten Hilfsgüter verweigert, um gegen die seit drei Jahren bestehende Blockade zu protestieren. UNO-Sprecher Richard Miron bestätigte die Vereinbarung. Es war zunächst unklar, wann die Waren transportiert werden sollen und ob im gesamten Umfang. (apa/red)
