VP-Landesrätin hält nicht viel vom Kanzler:
Werner Faymann als "Feigmann" verhöhnt
- Mehrere verbale Angriffe in Niederösterreichs Landtag
- SPÖ erschüttert: "Unwürdig, respekt- und niveaulos"

·Faymann mit 93,8 % als SPÖ-Chef bestätigt
Parteitag: Bundeskanzler reitet Attacke gegen ÖVP
·SPÖ: Salto rückwärts
in der Spitals-Debatte
Standortschließungen
sind kein Thema mehr
"Unwürdig, respekt- und niveaulos." LHStv. Sepp Leitner, Landesvorsitzender der NÖ Sozialdemokraten, hat sich anlässlich der Budgetdebatte "erschüttert" über das Niveau im NÖ Landtag gezeigt. Landesgeschäftsführer Günter Steindl stellte die Frage in den Raum, ob selbiges "politisch noch tragbar" sei, meinte damit die ÖVP und forderte wie Leitner Entschuldigungen.
Beide SPÖ-Politiker stießen sich insbesondere an ÖVP-Landesrätin Johanna Mikl-Leitner und am Klubobmann der Volkspartei, Klaus Schneeberger. Mikl-Leitner habe Bundeskanzler Werner Faymann als "Feigmann" tituliert, so Leitner und Steindl. An die Landesrätin erging sogleich die Aufforderung, dies "mit größtem Bedauern" zurückzunehmen. "Manche in der ÖVP sollten sich überlegen, was sie wann wo sagen", so der SPNÖ-Chef.
Ebenso in die Kritik der Sozialdemokraten geriet Schneeberger. Dieser habe nicht nur den Präsidenten der Wirtschaftskammer, Christoph Leitl, als - auf Niederösterreich bezogen - "so wichtig, wie wenn in China ein Radl umfällt" bezeichnet, sondern auch, "anstatt sich dem Budget zu widmen", die SPÖ- Regierungsmitglieder Leitner und Landesrätin Karin Scheele damit abqualifiziert, dass die "Regierer" der ÖVP "in drei Wochen mehr als ihr im ganzen Jahr" arbeiten würden.
SPÖ fordert Entschuldigungen
Im Landtag seien demnach "Grenzen überschritten" worden, betonte Steindl. Die SPNÖ fordere "eine klare Entschuldigung und Distanzierung" von Mikl-Leitner ebenso wie von Schneeberger.
"Wir werden weiterhin Niveau wahren", sagte Leitner. Bei Entgleisungen wie am Mittwoch wolle die SPÖ künftig jedoch "offensiver" eine Zurücknahme fordern.
(apa/red)
