Keine Auswirkung auf Auslandseinsätze: Darabos verteidigt Heeres-Sparprogramm
- Österreich beteiligt sich künftig mit 1000 Soldaten
- Engagement sei "Zeichen internationaler Solidarität"
Verteidigungsminister Norbert Darabos hat versichert, dass sich das notwendig gewordene Sparprogramm nicht auf die Auslandseinsätze des österreichischen Bundesheeres auswirken wird. Österreich werde sich auch in Zukunft mit 1.000 Soldatinnen und Soldaten an friedensstiftenden und humanitären Einsätzen im Ausland beteiligen, sagte Darabos.
Das Engagement des österreichischen Bundesheeres sei ein "Zeichen internationaler Solidarität", sagte Darabos. Als Prämissen für Auslandseinsätze nannte er "das friedensstiftende Element, den humanitären Grundsatz und die Stabilisierung von Weltregionen".
Als Schwerpunktregion für Auslandseinsätze des Bundesheeres bezeichnete der Minister den West-Balkan. Österreich habe es ermöglicht, dass der Einsatz in Bosnien gewährleistet bleibt, nachdem Truppen anderer Staaten abgezogen wurden. "Österreich ist eingesprungen. Wir werden die Mission in Bosnien mit 400 Soldaten weiter begleiten", so Darabos.
"Internationaler Player"
Darabos betonte, dass das österreichische Bundesheer bezogen auf Größe und Bevölkerung eine "ungleich höhere Beteiligung an Auslandseinsätzen" aufweise als größere Staaten. Die hohe Qualität der österreichischen Einsätze habe "internationales Lob und Anerkennung eingebracht." Das Bundesheer sei durch Beteiligungen an UNO-, KFOR und EUFOR-Missionen als "internationaler Player" sichtbar, sagte der Minister.
Das österreichische Bundesheer engagiert sich seit 50 Jahren im Ausland. Seit der ersten Auslandsmission im Kongo im Jahre 1960 standen mehr als 90.000 Soldaten in zahlreichen Krisenregionen im Einsatz. Derzeit sind etwa 1.000 in verschiedenen Ländern - die meisten in Bosnien, Kosovo und am Golan - stationiert.
(apa/red)

