Dienstag, 15. Juni 2010

Keine Auswirkung auf Auslandseinsätze: Darabos verteidigt Heeres-Sparprogramm

  • Österreich beteiligt sich künftig mit 1000 Soldaten
  • Engagement sei "Zeichen internationaler Solidarität"

Verteidigungsminister Norbert Darabos hat versichert, dass sich das notwendig gewordene Sparprogramm nicht auf die Auslandseinsätze des österreichischen Bundesheeres auswirken wird. Österreich werde sich auch in Zukunft mit 1.000 Soldatinnen und Soldaten an friedensstiftenden und humanitären Einsätzen im Ausland beteiligen, sagte Darabos.

Das Engagement des österreichischen Bundesheeres sei ein "Zeichen internationaler Solidarität", sagte Darabos. Als Prämissen für Auslandseinsätze nannte er "das friedensstiftende Element, den humanitären Grundsatz und die Stabilisierung von Weltregionen".

Als Schwerpunktregion für Auslandseinsätze des Bundesheeres bezeichnete der Minister den West-Balkan. Österreich habe es ermöglicht, dass der Einsatz in Bosnien gewährleistet bleibt, nachdem Truppen anderer Staaten abgezogen wurden. "Österreich ist eingesprungen. Wir werden die Mission in Bosnien mit 400 Soldaten weiter begleiten", so Darabos.

"Internationaler Player"
Darabos betonte, dass das österreichische Bundesheer bezogen auf Größe und Bevölkerung eine "ungleich höhere Beteiligung an Auslandseinsätzen" aufweise als größere Staaten. Die hohe Qualität der österreichischen Einsätze habe "internationales Lob und Anerkennung eingebracht." Das Bundesheer sei durch Beteiligungen an UNO-, KFOR und EUFOR-Missionen als "internationaler Player" sichtbar, sagte der Minister.

Das österreichische Bundesheer engagiert sich seit 50 Jahren im Ausland. Seit der ersten Auslandsmission im Kongo im Jahre 1960 standen mehr als 90.000 Soldaten in zahlreichen Krisenregionen im Einsatz. Derzeit sind etwa 1.000 in verschiedenen Ländern - die meisten in Bosnien, Kosovo und am Golan - stationiert.

(apa/red)

15.6.2010 13:19
stabilis, 10. 07. '10 14:14
100% Neutralität
Ich sehe Österreich als 100% neutrales Land, eingebunden in ein EU Wehrsystem, aber nur als Katastrophenhelfer - d.h. hier sollte unser Heeresschwerpunkt liegen, wir sollten uns auf das Thema spezielisieren und WELTWEIT die Nummer 1 in search and rescue werden.

Keine Auslandseinsätze mehr für österr. Soldaten mit Waffe ausgenommen Friedensmissionen unter UN Mandat.
Polit, 15. 06. '10 18:09
Darabos
Der Herr Darabos sollte mal seine Bundesheerzeit nachholen, ich finde, dass die Stelle des Verteidigungsministers von einem General besetzt werden sollte, der auch eine Ahnung von seiner Arbeit hat.

Aber die Hauptsache ist ja , dass das Bundesheer langsam aber sicher von der Politik erstickt wird=> kein Geld für Waffen, kein Geld für Sprit( Panzerflotte hat keinen Sprit mehr), kein Geld für die Eurofighter, allgemein kein Geld für Flugzeuge, kein Geld für Kasernen,kein Geld für gut ausgebildetes Personal....

Die Frage ist nun, wo man noch sparen kann bzw. will?!?!?!?!?

Die lieben Politiker sollten nicht vergessen ,dass Wörter einen Krieg nicht beenden, sondern Kugeln. Österreich ist wahrscheinlich eines der militärisch schwächsten Länder in der EU......
hary1965, 15. 06. '10 17:25
Darabos ein typischer SPÖ Politiker
Er hat keine Ahnung von seinem Resort, wie es üblich ist in der SPÖ, in etwa ein Polittalent wie seine Kollegen, die erst eine Umfrage machen müssen bevor sie eine Meinung haben, und falls sie eine hatten, diese nach einer Umfrage um 180° drehen und wenden bis sie wieder der geglaubten Volksmeinung paßt. So auch der Darabos, er ist für Neutralität weil es gut klingt, dann kann man aber nicht dass Bundesheer kaputt machen, und ganze Systeme still legen weil ein Neutraler Staat in keinem Bündnis eingebunden ist und daher für sein Herr alleine zuständig ist, und ein gut gerüstetes Heer wie in der Schweiz und Schweden nötig ist. Bündnis klingt nicht gut weil, mir san mir, und haben keine Feinde, aber wenn man so sparen will wie Darabos beim Bundesheer muß man eben die Heeresaufgaben teilen