Sonntag, 20. Juni 2010

Brutaler Mord an 71-jähriger geklärt: Freund der Frau gesteht schreckliche Bluttat

  • Niederösterreich: Verdächtiger in Haft genommen
  • Blutverschmierte Leiche lag tagelang in Wohnung

Der Mord an einer 71-Jährigen aus Pottenstein (Bezirk Baden) ist geklärt: Als Verdächtiger wurde ein 58-Jähriger ausgeforscht, teilte Chefinspektor Leopold Etz vom Landeskriminalamt NÖ (LKA) mit. Der Mann, mit dem die Frau eine Beziehung gehabt hatte, habe sich geständig gezeigt. Er wurde in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert.

Die Tat, bei der Alkohol im Spiel gewesen war, wurde bereits am Montag verübt, so Etz. Die Tote wurde zwei Tage später blutverschmiert in ihrer Wohnung liegend gefunden - eine Obduktion ergab, dass der Tod durch massive Gewalteinwirkung eingetreten war.

Bluttat ging Streit voraus
Der Bluttat sei eine Auseinandersetzung vorangegangen, schilderte LKA-Chefinspektor Leopold Etz den Hergang. Der Verdächtige habe nach seinen Angaben ein Gasthaus besuchen wollen, was die Frau offenbar verhindern wollte: Er fand den Schlüssel nicht, um die Wohnung verlassen zu können. Im folgenden Streit wurden der 71-Jährigen mit einem Küchengegenstand Schläge auf den Kopf und dann mit einem Küchenmesser ein Bauchstich zugefügt.

Dann legte sich der Verdächtige hin und begab sich später in seine eigene Wohnung. Eine Pflegerin - das Opfer stand unter Sachwalterschaft - traf die Frau an den folgenden zwei Tagen nicht an und schlug Alarm. Die 71-Jährige wurde in einem anderen Zimmer liegend gefunden, was darauf hindeutete, dass sie noch einige Zeit gelebt hatte. Die Hämatome am Kopf waren nicht tödlich, die Frau dürfte nach dem Bauchstich innerlich verblutet sein.

Die - u.a. durch Alkoholprobleme belastete - Beziehung zwischen der Frau und dem arbeitslosen Notstandsbezieher hatte seit etwa vier Jahren bestanden. Es soll wiederholt zu Streitereien gekommen sein.


(apa/red)

20.6.2010 09:20