Entgleister Zug 6 km lang außer Kontrolle: Auswertungen der Black Box und Aussagen
- Zuggarnitur beschleunigte von 60 auf 125 km/h
- 777 Tonnen-Transportzug aus Gleisen katapultiert

·Autozug der ÖBB in Vorarlberg entgleist
Lok landet vor Haustüre.
Enormer Sachschaden
·ÖBB-Autozug rammt beinahe Familienhaus
BILDER: Pkws verteilen sich auf Campingplatz
Der in Braz (Bezirk Bludenz) entgleiste Pkw-Transportzug war auf einem Abschnitt von sechs Kilometern außer Kontrolle, ehe er aus den Schienen sprang. Das haben laut ORF Radio Vorarlberg die Auswertung der Blackbox und erste Aussagen des Lokführers ergeben. In dieser Zeit beschleunigte die Zuggarnitur von 60 auf 125 km/h.
Der Rundfunk bezog sich in seinem Bericht auf Peter Urbanek von der Bundesanstalt für Verkehr in Wien. Seinen Angaben zufolge war der Zug ab Bahnkilometer 122,3 völlig außer Kontrolle. Wie bekannt wurde, war eine Bremsleitung abgerissen. Etwa sechs Kilometer weiter - nämlich bei Bahnkilometer 128,2 - wurde der 548 Meter lange und 777 Tonnen schwere Pkw-Transportzug schließlich aus dem Gleis katapultiert. Den Aufzeichnungen der Blackbox gemäß durchfuhr der Zug den entsprechenden Abschnitt in vier Minuten und beschleunigte dabei von ursprünglich 60 auf 125 Stundenkilometer.
Lokführer überlebte nur mit Glück
Der Lokführer habe alles Mögliche unternommen, um das Tempo der Zuggarnitur zumindest zu drosseln, wurde Urbanek zitiert. Als sich jedoch alle seine Unterfangen als aussichtslos erwiesen hätten, habe sich der Lokführer im Maschinenraum in Sicherheit gebracht. Der Mann habe nur mit unglaublichem Glück überlebt - er kam mit Prellungen und einem schweren Schock davon.
Auf der Arlbergstrecke bei Braz war ein sogenannten "Brazer Bogen" ein Autozug entgleist. Zehn der 16 Waggons des Pkw-Transportzugs wurden aus den Schienen gehoben und wie viele der geladenen Autos auf und neben den Bahndamm geschleudert.
(apa/red)
Paketfunde in Kanada10:02
Pornostar als Killer?29-jähriger Luka Magnotta soll Bekanntschaft ermordet, zerstückelt und verschickt haben
Caritas-Konferenz13:25
Eine Milliarde hungertSituation ist wegen Dürre und Nahrungsmangel in Afrika am schlimmmsten
