Faymann legt sich Latte für Wiederwahl niedrig: "80 Prozent hinter mir wären gut"
- Vor Parteitag: SPÖ-Chef im Interview mit NEWS
- Über große Wahlziele & "ideologische Unterschiede"

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65. Parteitag mit Kampf-
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Bundeskanzler und SPÖ-Chef Werner Faymann legt sich die Latte für den SPÖ Parteitag am kommenden Samstag niedrig: Er halte es mit Leopold Gratz: 50 Prozent und eine Stimme bei der Wiederwahl entscheiden, sagt Faymann im morgen erscheinenden NEWS-Interview: "Da ist Bescheidenheit angebracht. Wenn 80 Prozent einer so großen Partei hinter mir stehen ist es gut."
Und, an die Aufregung erinnert, die 88,9 Prozent-Zustimmung für Alfred Gusenbauer im Jahr 2004 auslöste, sagt Faymann: "Nein, 88 Prozent dürfen nicht schaden. Schädlich wäre es, wenn man in der Bevölkerung das Gefühl hinterlässt, man setzt sich für seine Werthaltung nicht ausreichend ein. Aber das entscheidende Wahlergebnis, um das ich kämpfe, ist das bei der Nationalratswahl 2013, dass die SPÖ wieder an der Spitze steht und einen Zuwachs hat. Das wird hart genug."
Hart werde die Auseinandersetzung, wer für die Schäden bezahle, die durch die Krise entstanden sind: "Jetzt ist die Zeit gekommen, wo man sagen muss: Wir brauchen Sparmaßnahmen, und wir brauchen zusätzliche Einnahmen. Das ist kein ideologischer Unterschied zum Spaß, sondern das ist eine gesellschaftspolitische Richtungsentscheidung."
Zur Kritik in der SPÖ sagt der SPÖ-Chef, dass ihm am Tag der offenen Tür jeder zweite Besucher gesagt habe, er müsste öfters auf den Tisch hauen. Den Funktionären sage er, dass die SPÖ nicht die absolute Mehrheit habe, also Kompromisse brauche. Aber die müssten am Ende der Diskussion, nicht am Anfang stehen.
Das vollständige Interview mit Werner Faymann lesen Sie im NEWS 23/10!
