Bruttoinlandsprodukt sinkt im 1. Quartal:
Heimische Wirtschaft erholt sich schleppend
- Wifo errechnet reale Stagnation im Quartalsabstand
- Fürs zweite Quartal zeigen Frühindikatoren Zuwächse

·Ein Funken Hoffnung
am düsteren Horizont
OECD hebt Prognose für heimische Wirtschaft an
·Heimische Wirtschaft
stottert noch gehörig
In ersten drei Monaten
bleibt Wachstum gering
Der Konjunkturmotor kommt nach der Wirtschaftskrise nur sehr schleppend in Gang. Im ersten Quartal stagnierte die österreichische Wirtschaft - gegenüber dem vierten Quartal 2009 verminderte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) heuer um 0,1 Prozent, gegenüber dem krisengeschüttelten ersten Quartal 2009 war noch ein marginaler Zuwachs von 0,2 Prozent zu verzeichnen.
Der private Konsum und die Exporte entwickelten sich positiv. Auch die Unternehmerstimmung in der Industrie verbesserte sich - die Auftragslage aus dem Ausland weist aufwärts und die Geschäftslage in den nächsten sechs Monaten wird optimistisch beurteilt. Allerdings springen die Investitionen nicht an und die zunehmende Inflation infolge der steigenden Rohölpreise schränkt die verfügbaren Einkommen zunehmend ein und trübt die Kauflaune der Verbraucher.
Frühindikatoren wie die Auftragseingänge und die Produktionserwartungen in der Industrie lassen laut Wifo für das zweite Quartal einen kräftigeren Zuwachs erwarten. Doch ein Aufschwung der Investitionstätigkeiten ist nicht in Sicht.
In der restlichen EU entwickelte sich die Wirtschaft heuer im ersten Quartal im Durchschnitt weitaus besser als in Österreich: Im Euro-Raum und in den EU-27-Ländern erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal im Schnitt um 0,2 Prozent, gegenüber der Vorjahresperiode war der Anstieg mit 0,6 respektive 0,5 Prozent rund dreimal so hoch.
(apa/red)
